EADS kauft eigene Aktien zurück

In den nächsten 18 Monaten will der Boeing-Konkurrent EADS eigene Anteilsscheine für bis zu 3,75 Milliarden Euro erwerben, wie die Airbus-Mutter am Dienstag nach einer Sitzung des Verwaltungsrats mitteilte.

EADS kauft eigene Aktien zurück

Damit dürfte der Ausstieg des französischen EADS-Anteilseigners Lagardere erleichtert werden. "Mit dem Aktienrückkaufprogramm werden Finanzmittel von EADS sinnvoll im Interesse des Unternehmens und seiner Aktionäre eingesetzt, ohne dabei unsere strategische Flexibilität oder unsere solide Bilanz zu beeinträchtigen", sagte EADS-Chef Tom Enders. Die zurückgekauften Aktien sollen eingezogen werden, was sich positiv auf den Gewinn je Aktie auswirken dürfte. EADS werde höchstens 50 Euro je Aktie zahlen. Am Dienstag ging die Aktie 3,6 Prozent höher bei 41,115 Euro aus dem Handel.

Zudem wählte der vergangene Woche von den Eignern bestellte Verwaltungsrat den Ex-Chef des französischen Rüstungskonzerns Thales, Denis Ranque, zu seinem Vorsitzenden. Er folgt auf Arnaud Lagardere, dessen Konzern sich künftig auf das Kerngeschäft konzentrieren will. Zugleich wurde EADS-Chef Tom Enders in seinem Amt bestätigt.