o2 und E-Plus droht Frequenz-Entzug

o2 und E-Plus droht Frequenz-Entzug

Der zum Telefonriesen Telefonica gehörende Markt-Vierte o2 will E-Plus für insgesamt acht Milliarden Euro von der niederländischen KPN kaufen. Das kündigen die Rivalen vor zwei Wochen an. Durch den Zusammenschluss mit der Nummer drei entstünde ein neuer Marktführer mit 44 Millionen Handykunden. Nun wird der Zusammenschluss wegen der Größe wahrscheinlich von der EU unter die Lupe genommen.

In den Nutzungsbedingungen sei festgelegt, dass die Inhaber der Frequenzen "voneinander wettbewerblich unabhängig" sein müssten, schreibt Iris Henseler-Unger, Vizepräsidentin der Regulierungsbehörde. Sollte das nicht mehr der gegeben sein, könne die Agentur im äußersten Fall einen Widerruf der betroffenen Frequenzen durchsetzen. Diese Regelungen gelten sowohl für die GSM-Funkfrequenzen als auch für das UMTS-Spektrum, betonte Henseler-Unger.

Insbesondere letzteres ist für o2 und E-Plus extrem heikel, da sie Anfang des Jahrtausends auf einer Versteigerung jeweils 8,4 Milliarden Euro für die begehrten Zuteilungen auf den Tisch legten. Falls auch nur ein Teil des sündteuren Spektrums wieder zurückgegeben werden muss, stehen hohe Abschreibung ins Haus. Bereits zuvor hatte die Bonner Behörde klargemacht, dass die Fusion den Wettbewerb beeinträchtigen könnte, da die Firmen zusammen wesentlich mehr Frequenzen hätten als die Rivalen Telekom und Vodafone. Ein E-Plus-Sprecher bestätigte am Montag den Erhalt des Schreibens und betonte, dass das Unternehmen mit Behördenvertretern im Gespräch sei. Die Netzagentur wollte sich dazu nicht äußern; bei o2 in München war keine Stellungnahme zu erhalten. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" hatte zuerst über den Brief der Regulierungsbehörde berichtet.

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