Die Zukunft der Royal Bank of Scotland

Die Zukunft der Royal Bank of Scotland

Der britische Finanzminister George Osborne strebe einen Beschluss über die Zukunft des in der Finanzkrise mit Steuergeldern über 46 Milliarden Pfund geretteten und teilverstaatlichten Instituts – der Royal Bank of Scotland – in den nächsten zwei bis drei Wochen an, berichtete der "Daily Telegraph" am Samstag.

Die Regierung hatte im Juni angekündigt, im Herbst über eine Auslagerung fauler Immobilienkredite in eine sogenannte "Bad Bank" zu entscheiden. Die Prüfung dieser Option treibe die Regierung derzeit aktiv voran, sagte Osborne der Zeitung.

Osborne sieht dem Blatt zufolge keine Möglichkeit, dass die Bank in der gegenwärtigen Form bestehen bleibt. Die Regierung ziehe daher drei Optionen für die RBS in Betracht: Die Schaffung einer "Bad Bank" innerhalb des Geldhauses unter Leitung eines unabhängigen Managements, eine von der Notenbank unterstützte "Bad Bank" nach dem Vorbild der Schweizer UBS oder eine vollständig abgespaltene "Bad Bank" zulasten der Steuerzahler. Die Prüfung der Bücher habe einen Bestand von 50 bis 60 Milliarden Pfund an Problem-Krediten ergeben, die auf diese Weise ausgelagert werden müssten. Das Finanzministerium wollte sich nicht dazu äußern.

Anders als bei der ebenfalls vor fünf Jahren vom Staat mit einer milliardenschweren Geldspritze geretteten Großbank Lloyds, bei der die Regierung im September ihren Ausstieg eingeläutet hatte, ist Osborne zufolge ein Verkauf der staatlichen Anteile an der RBS vor der Parlamentswahl 2015 nicht in Sicht. "Die RBS ist eine sehr viel komplexere Bank", sagte Osborne dem Blatt. Sie sei in viel größeren Schwierigkeiten gewesen. "Die Aufräumarbeiten sind schwieriger, aber wir müssen diese Entscheidungen über die Zukunft der RBS nun treffen."

Börse

Deutsche Bank fährt Rekordverlust ein: 6,7 Milliarden Euro

Börse

Ölschwemme bringt weltweit die Börsen auf Talfahrt

Börse

IBM wieder mit Umsatzrückgang - das 15. Quartal in Folge