Die USA steigen mit 11 Milliarden Dollar Verlust bei General Motors aus

Die USA steigen mit 11 Milliarden Dollar Verlust bei General Motors aus

Die USA haben die letzten verbliebenen Anteile am Automobilhersteller General Motors verkauft. Die Auffangaktion hat den Vereinigten Staaten rund elf Milliarden Dollar gekostet.

Fünf Jahre nachdem die USA den Automobilhersteller General Motors mit einem Investment von 50 Milliarden Dollar vor der Pleite gerettet haben sind die Vereinigten Staaten wieder als Teilhaber bei dem Unternehmen ausgestiegen.

Mit den Milliarden, die von der US-Regierung in den Jahren 2008 und 2009 in das Unternehmen gepumpt wurden konnte General Motors vor dem Untergang gerettet werden. Die Rettungsaktion hat den Amerikanern allerdings eine Stange Geld gekostet. In Summe haben die Vereinigten Staaten bei dem Investment elf Milliarden Dollar verloren. Eine Pleite wäre dem Land aber wohl noch wesentlich teurer zu stehen gekommen. Wären General Motors und Chrysler im Jahr liquidiert worden, so hätte es in den USA 2,63 Arbeitslose mehr gegeben. Die Rettung der Unternehmen hat den USA Berechnungen zufolge rund 105 Milliarden Dollar an Folgekosten erspart.

Finanzminister Jacob Lew erklärte in einer Stellungnahme zu dem Schritt, dass dieser einer der letzten in den Bemühungen der Regierung sei, die Wirtschaft des Landes zu schützen, indem man die Automobilindustrie unterstützt.

Erfolgreiche Intervention

Die Rettung von General Motors ist für Experten eine der wichtigsten Interventionen der US-Regierung in die Wirtschaft des Staates - wenn nicht sogar die bedeutendste aller Zeiten. Ohne die Maßnahme gäbe es im ohnehin bis heute schwer von Arbeitslosigkeit geprägten Mittleren Westen der Vereinigten Staaten jetzt Arbeitslosenraten im zweistelligen Prozentbereich und an die 600.000 Pensionisten hätten ihre Altersvorsorge verloren.

Die General Motors Aktie zog nach Bekanntgabe des Aktienverkaufs Handelsschluss auf 41,30 Dollar an, nachdem sie zuvor schon bei einem Hoch von 40,90 Dollar geschlossen hatte. Mit dem heutigen Deal hat die Aktie übers Jahr gerechnet um satte 42 Prozent zugelegt und somit den um 27 Prozent gestiegenen Standard & Poor's 500 Index deutlich überflügelt.

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