Devisenmarkt-Manipulationen: HSBC und Citigroup suspendieren Händler

Devisenmarkt-Manipulationen: HSBC und Citigroup suspendieren Händler

Ein HSBC-Sprecher sagte am Freitag, dass das britische Geldhaus zwei Händler in London bis auf weiteres von deren Dienstpflichten entbunden habe. Bei der Citigroup wurden nach Angaben eines Sprechers ebenfalls zwei Devisenhändler "beurlaubt".

Regulierer aus den USA waren in dieser Woche in London eingetroffen, um ihre Ermittlungen in Zusammenarbeit mit britischen Aufsichtsbehörden auszuweiten. Händler von etlichen Großbanken stehen im Verdacht, an Referenzkursen gedreht zu haben. Die Untersuchungen der Behörden konzentrieren sich auf sogenannte Chatrooms, über die elektronische Nachrichten mit Mitarbeitern anderer Banken ausgetauscht werden.

Die weltweite Affäre um die Manipulation von Devisenkursen hat auch die Deutsche Bank eingeholt. Nach einer internen Untersuchung seien mehrere Händler in New York und womöglich auch anderswo auf dem amerikanischen Kontinent vom Dienst suspendiert worden, hatte eine mit dem Vorgang vertraute Person Reuters am Mittwoch gesagt. Citigroup, HSBC und Deutsche Bank gehören zu den größten Devisenhändlern der Welt. Der Markt ist riesig. Pro Tag werden weltweit Währungen im Wert von mehr als fünf Billionen Dollar (3,6 Billionen Euro umgesetzt.

In Großbritannien hatten Institute wie Barclays und RBS ebenfalls bereits Händler suspendiert. Insgesamt nimmt die britische Regulierungsbehörde rund 15 Banken unter die Lupe, die um Informationen mit Blick auf mögliche Manipulationen gebeten wurden. Im Skandal um den Interbanken-Referenzzins Libor haben Investmentbanken bereits Milliardenbußen gezahlt.

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