Deutsche Telekom vor Verkauf von T-Mobile US an Sprint und Softbank

Deutsche Telekom vor Verkauf von T-Mobile US an Sprint und Softbank

Die Deutsche Telekom hat offanbar dem Verkauf ihrer Tochter T-Mobile US an den zum japanischen Softbank -Konzern gehörenden Konkurrenten Sprint zugestimmt. Es fehlt noch die Zustimmung der US-Wettbewerbsbehörden.

Die Deutsche Telekom (WKN 555750, ISIN DE0005557508) hat nach einem Agenturbericht dem Verkauf ihrer Tochter T-Mobile US (WKN A1T7LU / ISIN US8725901040) an den japanischen Softbank-Konzern zugestimmt. Ein Telekom-Sprecher gab dazu am Donnerstag keinen Kommentar ab. Die Telekom hält gut zwei Drittel an der börsennotierten US-Tochter.

Die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete am Donnerstag unter Berufung auf Branchenkreise, es fehle aber noch die Zustimmung der US-Wettbewerbsbehörden, damit T-Mobile US als viertgrößter Anbieter auf dem US-Markt an den Branchen-Dritten, die Softbank-Tochter Sprint, verkauft werden könne.

Über den Deal wird seit Monaten spekuliert. Einem Insider zufolge hat Sprint vor gut vier Wochen die Finanzierung des auf 50 Mrd. Dollar (36,74 Mrd. Euro) geschätzten Vorhabens mit seinen Banken abgestimmt. Um den angesichts der Marktpositionen der beiden Firmen skeptischen Wettbewerbshütern entgegenzukommen, sei die Abgabe von Funkfrequenzen im Gespräch. Sprint werde den Großteil wohl mit Unternehmensanleihen finanzieren, so der Insider damals weiter. Außerdem seien Kredite von mehreren Banken und Wandelanleihen vorgesehen. Sprint, T-Mobile US und Softbank äußerten sich nicht zu den Informationen.

T-Mobile US galt lange als Sorgenkind der Deutschen Telekom. In den ersten drei Monaten des Jahres hatte die Tochter per saldo 2,4 Millionen Kunden gewonnen - aber einen Verlust von 151 Mio. Dollar verbucht. Im Vorjahresquartal hatte es noch einen Gewinn von 107 Mio. Dollar gegeben.

Die kartellrechtlichen Hürden für eine Übernahme sind hoch: 2011 hatten die amerikanischen Behörden den Verkauf von T-Mobile US an AT&T für 39 Mrd. Dollar blockiert. Damals hieß es, es müsse mindestens vier landesweite Mobilfunkanbieter in den Vereinigten Staaten geben.

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