Deutsche Telekom: Mehr Kunden, weniger Gewinn

Deutsche Telekom: Mehr Kunden, weniger Gewinn

Der harte Preiskampf auf dem Telefonmarkt und hohe Investitionen lasten zum Jahresstart auf dem Ergebnis der Deutsche Telekom.

Das Betriebsergebnis (bereinigtes EBITDA ) ging in den ersten drei Monaten 2013 konzernweit um 4,3 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro zurück, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Abwärts ging es wegen der harten Konkurrenz, des Preisverfalls und Regulierungsentscheidungen vor allem in den wichtigen Geschäften in Deutschland, Europa und den USA. Der Konzernumsatz sank um 4,5 Prozent auf 13,8 Milliarden Euro. Die Zahlen liegen im Rahmen der Markterwartungen: Analysten hatten bei 13,8 Milliarden Euro Umsatz mit einem Betriebsgewinn von 4,25 Milliarden Euro gerechnet.

Auf dem Heimatmarkt gelang es der Telekom nicht, das starke Kundenwachstums in Gewinn umzumünzen. Trotz 1,9 Millionen neuer Mobilfunkkunden sank der Betriebsgewinn um vier Prozent. Der Konzern begründet das mit hohen Marketingausgaben. Die Telekom liefert sich mit Vodafone einen Schlagabtausch um die Vorherrschaft auf dem Mobilfunkmarkt - gleichzeitig untergraben die kleinen Anbieter E-Plus und o2 mit neuen Tarifen die Preise der Großen. Zudem starten die Bonner einen sechs Milliarden Euro teuren Netzausbau, um bei Festnetz-Internetanschlüssen in Sachen Geschwindigkeit wieder Anschluss an die Kabelnetzbetreiber zu finden.

Jahresprognose steht

Der Vorstand des 230.000 Mitarbeiter starken Unternehmens bekräftigt seine Erwartungen für dieses Jahr: Bei einem Free Cash Flow von fünf Milliarden Euro werde mit einem Ebitda von 17,4 Milliarden Euro gerechnet. Die Anfang des Monats abgeschlossene Fusion ist in dem Ausblick noch nicht mit eingerechnet - das soll zu den Halbjahreszahlen nachgeholt werden. Die Bonner hatten ihre Krisentochter T-Mobile USA, auf die vergangenes Jahr Milliarden abgeschrieben werden mussten, mit dem kleineren Rivalen MetroPCS zusammengelegt, um den US-Ableger auf Vordermann zu bringen.

Das ist dringend nötig: Von Januar bis März brach das Ebitda der Amerika-Tochter um zehn Prozent ein. Grund dafür ist neben hohen Investitionen zum Ausbau des Handy-Netzes die anhaltende Abwanderung von Vertragskunden: 200.000 wechselten - wie bekannt - in den ersten drei Monaten zu Konkurrenz.

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