Deutsche Börse steigt ins Derivategeschäft ein

Deutsche Börse steigt ins Derivategeschäft ein

Der Börsebetreiber werde ab dem 7. Oktober den Handel mit Futures und Optionen auf Währungen einführen, kündigte die Deutsche Börse am Mittwoch an.

Der Konzern, der bisher schwerpunktmäßig den Handel mit Zins- und Aktienderivaten anbietet, macht damit vor allem dem US-Anbieter CME Konkurrenz. Über 90 Prozent aller Währungsderivate werden derzeit allerdings außerhalb der Börsen direkt zwischen den Banken gehandelt.

Die Frankfurter haben jedoch die Hoffnung, dass sich dieses Verhältnis in den kommenden Jahren etwas zugunsten des Börsenhandels verschiebt. "Durch unsere gelisteten Kontrakte bieten wir eine Alternative, indem wir die Vorteile des börslichen Handels inklusive Clearing in diesen bislang noch vorwiegend bilateral organisierten Markt bringen", sagte Peter Reitz, Vorstandsmitglied der Börsen-Derivate-Tochter Eurex.

Die EU will Teile des außerbörslichen (OTC) Handels ab dem kommenden Jahr an Börsen verlagern oder zumindest über Clearing-Häuser abwickeln. So soll die Transparenz und Sicherheit in dem Hunderte Billionen Dollar schweren Derivatemarkt steigen. Reuters hatte bereits Ende 2012 berichtet, dass die Deutsche Börse an einem Einstieg ins Geschäft mit Währungsderivaten bastelt. Besonders kleinere Institute ohne eigene Handelsplattform, Hedgefonds und Investmentgesellschaften haben seitdem Interesse an einem solchen Angebot bekundet.

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