Deutsche Bank stärkt Kapitaldecke und rüstet sich für Verschärfungen der Kapitalvorgaben

Deutsche Bank stärkt Kapitaldecke und rüstet sich für Verschärfungen der Kapitalvorgaben

Die Deutsche Bank hatte bereits angekündigt, dass sie in den nächsten Monaten bis zu insgesamt zwei Milliarden Euro an Nachrangkapital aufnehmen möchte. Hintergrund dafür: Man will sich vor möglichen Verschärfungen der Kapitalvorgaben schützen.

Das größte deutsche Geldhaus sprach am Mittwoch von starkem Interesse der Investoren für die sogenannten Tier-2-Nachrangpapiere. Eigentlich hatte das Institut nur eine Milliarde Dollar aufnehmen wollen, das Volumen dann aber wegen der hohen Nachfrage nach oben geschraubt.

Den Anlegern muss die Bank einen Aufschlag von 237,5 Basispunkten über der zehnjährigen US-Staatsanleihe bieten und liegt damit am unteren Ende der angepeilten Spanne. Das Papier wird mit knapp 4,3 Prozent verzinst. Die Deutsche Bank hatte zuletzt angekündigt, in den nächsten Monaten insgesamt zwei Milliarden Euro an Nachrangkapital aufzunehmen. Damit rüstet sie sich Experten zufolge auch für mögliche Verschärfungen der Kapitalvorgaben für ausländische Banken in den USA.

Die Anleihen zählen zwar nicht zum harten Kernkapital, das die Banken nach den neuen Vorschriften Basel III erheblich aufstocken müssen. Hier liegt das Institut mit einer Quote von 9,5 Prozent bereits im Soll - dank einer kürzlich durchgezogenen Kapitalerhöhung über drei Milliarden Euro. Daneben schreibt Basel III eine Gesamtkapitalquote vor, in die auch Tier-2-Anleihen einfließen.

Das Papier der Deutschen Bank läuft 15 Jahre, ist aber nach zehn Jahren bereits kündbar. Im Insolvenzfall wird es nachrangig zu anderen Anleihen bedient. Angesichts der aktuell niedrigen Zinsen am Markt sind viele Investoren auf der Suche nach renditeträchtigeren Anlagen.

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