DAX-Konzerne sind nicht mehr in deutschen Händen

DAX-Konzerne sind nicht mehr in deutschen Händen

In deutschen Händen sind weiterhin 37 Prozent der DAX-Papiere, wie aus der am Freitag veröffentlichten Analyse der Unternehmensberatung Ernst & Young hervorgeht. 2005 hatten Investoren aus dem Inland mit 49 Prozent noch die Oberhand gegenüber 44 Prozent aus dem Ausland.

Die größte Anziehungskraft auf ausländische Anleger hat die Deutsche Börse, deren Papiere zu 81 Prozent Investoren gehören, die nicht aus Deutschland kommen. Bei Merck (77 Prozent) und Adidas (75 Prozent) sind die Anteile ähnlich hoch. Merck und die Deutsche Bank gewannen im vergangenen Jahr prozentual am meisten ausländische Investoren hinzu. Ihr Anteil stieg jeweils um sieben Prozentpunkte. Aus den Aktien von Commerzbank (minus 16 Prozentpunkte) und von K+S (minus acht) flohen sie dagegen. Jede vierte DAX-Aktie liegt der Analyse zufolge bei Investoren aus dem europäischen Ausland, 19 Prozent der Anleger kommen aus den USA.

Dort sitzen viele der weltgrößten Kapitalsammelstellen wie Pensionsfonds oder andere Fondsgesellschaften. Institutionelle Investoren wie sie halten 63 Prozent aller Aktien der DAX-Konzerne, 14 Prozent ihrer Anteilseigner bewerten die Firmen als "strategische Investoren", dazu gehören Familien oder andere Unternehmer. Im Privatbesitz sind ganze zwölf Prozent am Dax, wie Ernst & Young errechnet hat.

Großaktionäre haben das Sagen

Dabei werden nur die wenigsten DAX-Konzerne von einzelnen Großanlegern dominiert: Im Schnitt liegt der Streubesitz bei 82 Prozent. Nur BMW mit der Großaktionärsfamilie Quandt, der Konsumgüterkonzern Beiersdorf mit dem Tchibo-Clan Herz und der von der Familie Porsche/Piech und dem Scheichtum Katar dominierte Autobauer Volkswagen werden mehrheitlich von Großaktionären gehalten.

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