Das Pokern um den DAX-Verbleib von K+S hat begonnen

Das Pokern um den DAX-Verbleib von K+S hat begonnen

"Der Kurs müsste nach unseren Berechnungen heute und morgen auf 14,90 Euro fallen, um K+S noch aus dem DAX zu kegeln", sagte die Index-Analystin Silke Schlünsen von Close Brother Seydler Bank. Am Donnerstag notierten die Aktien bei rund 19 Euro. Der Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse entscheidet am Mittwoch über die Zusammensetzung des DAX und der anderen Indizes.

Auch nach Berechnungen von Index-Analyst Klaus Stabel vom Brokerhaus ICF wird K+S voraussichtlich am Freitag nach der Marktkapitalisierung des Streubesitzes auf dem für den DAX-Verbleib entscheidenden Rang 40 stehen. Mit einer gravierenden Veränderung des Durchschnittskurses sei bis dahin kaum zu rechnen.

Dennoch bleibt Stabel vorsichtig: "Nach unseren eigenen Berechnungen steht es für K+S Spitz auf Knopf." Schlünsen ist dagegen etwas zuversichtlicher. "Aus heutiger Sicht hat K+S sehr gute Aussichten, im DAX zu bleiben", erklärte die Index-Analystin.

Für die Berechnung der Marktkapitalisierung wird der Durchschnittskurs der letzten 20 Handelstage im August herangezogen. Aktuell liegt dieser laut Schlünsen bei K+S noch bei 17,93 Euro, dabei seien 18 Handelstage schon vorbei.

Anfang August waren die Aktien angesichts des Platzen des russischen Kali-Preiskartells bis auf 15,02 Euro eingebrochen, womit sie so niedrig wie seit Oktober 2006 nicht mehr notiert hatten. Anleger hatten befürchtet, dass mit einem dadurch möglichen Absturz des Kalipreises das Kasseler Unternehmen in Bedrängnis geraten würde. Inzwischen halten einige Börsianer diese Befürchtungen aber für übertrieben. Zudem gab es zuletzt Spekulationen, dass die Kali-Preise doch nicht so stark wie zunächst gedacht fallen würden. Die K+S-Aktie erholte sich.

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