Das sind die bestbezahltesten Investmentbanken der Welt

Das sind die bestbezahltesten Investmentbanken der Welt

Die größte US-Bank, JPMorgan verdiente vergangenes Jahr rund 3,97 Mrd. Dollar an Gebühren. Das ist ein Plus 24,8 Prozent im Vergleich zu 2011.

Mit Goldman Sachs, Morgan Stanley, Citigroup sowie Bank of America Merrill Lynch kommen auch auf den nächsten vier Rängen US-Banken. Erst danach folgt mit der Deutsche Bank ein Konzern aus Europa. Deutschlands führende Bank kam auf Gebühreneinnahmen von 2,6 Mrd. Dollar, nach 2,29 Mrd. Dollar und Rang 5 im Vorjahr.

Ebenfalls vertreten im Spitzenfeld: die beiden großen Schweizer Banken. Credit Suisse Group verdiente 2,34 Mrd. Dollar an Gebühren (Rang 7), und beim größeren Wettbewerber UBS waren es 1,97 Mrd. Dollar (Rang 9).

In den beiden wichtigen Bereichen Beratungen (zu Fusionen und Übernahmen, M&A) sowie Aktien-Verkäufe fielen 2012 zwar die Gebühreneinnahmen. Doch insgesamt legten sie um 3,7 Prozent auf 50,9 Mrd. Dollar zu – dank einer Zunahme bei Refinanzierung von Unternehmens-Anleihen.

“Wenn man sich die Statistiken ansieht, und dabei auf die Antriebsmotoren für M&A-Aktivitäten achtet, würde man davon ausgehen, dass wir es mit dem aktivsten M&A-Markt zu tun haben. Aber das ist nicht der Fall”, sagt Christian Meissner, Welt- Chef für Corporate- und Investmentbanking beim Bank of America mit Blick auf die rückläufigen Gebühren im Beratungsgeschäft zu Fusionen und Übernahmen. “Viele Unternehmens-Chef fühlen sich wohl dabei zu warten, bis zumindest einige der systematischen Risiken zurückweichen.”

Unternehmen in aller Welt saßen zum 30. September auf 1,5 Billionen Dollar an Barreserven – ein Rekordwert, wie Daten von Bloomberg News belegen. Gleichzeitig hatte die Federal Reserve den US-Leitzins nahe null gehalten.

Facebook-Flop bremst IPO-Geschäft aus

Im Bereich der Aktien-Emissionen hatte indes ein schief gelaufener Börsengang viele Marktteilnehmer verunsichert. Morgan Stanley brachte im Mai das Internetunternehmen Facebook an die Börse, und musste dafür viel Kritik einstecken. Beim Listing an der Nasdaq gab es technische Probleme. Bis zum September war die Aktie rund 50 Prozent unter ihren Eröffnungspreis von 38 Dollar abgerutscht. Inzwischen konnten sie sich etwas erholen, am Freitag schloss sie bei 27,78 Dollar.

Viel positivere Signale kamen da im vergangenen Jahr vom Anleihemarkt. Unterm Strich wurde die Rekordsumme von 3,69 Billionen Dollar an Unternehmens-Bonds begeben. Viele Firmen preschten vor und wollten sich das extrem niedrige Zinsniveau zunutze machen. Die Finanzierungskosten waren mit 3,24 Prozent auf den tiefsten Durchschnittswert aller Zeiten gefallen.

Die geringen Kosten beim Verkauf von Anleihen helfen dabei, den Rückgang bei Aktien-Emissionen in 2012 zu erklärten. Das sagt Paul Stefanick, Co-Chef für das globale Investmentbanking bei der Deutschen Bank.

Ohne die Anleihemärkte wäre 2012 ein grausames Jahr für die Investmentbanker gewesen. Die Gebühren aus dem Aktien-Verkauf fielen um 3,9 Prozent auf 14,6 Mrd. Dollar, und die Gebühren aus dem Beratungsgeschäft (Fusionen und Übernahmen) gaben um rund 15,8 Prozent nach auf 17,1 Mrd. Dollar. Die Gebühren aus der Platzierung von Anleihen kletterten hingegen vergangenes Jahr um 41 Prozent auf 19,2 Mrd. Dollar.

Trotz des guten Abschneidens der Anleihemärkte entschied sich die UBS im Oktober dazu, dem Handel mit Festverzinslichen weitestgehend den Rücken zu kehren. Der Schweizer Finanzriese gab bekannt, 10.000 Mitarbeiter entlassen zu wollen.

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