Credit Suisse bleibt deutlich hinter den Erwartungen zurück

Credit Suisse bleibt deutlich hinter den Erwartungen zurück

So sollen bei Dredit Suisse bis 2015 nun 4,5 Milliarden Franken statt wie bisher 4,4 Milliarden eingespart werden, kündigte Konzernchef Brady Dougan am Donnerstag an.

Der hinter UBS zweitgrößte Schweizer Bankkonzern beschleunigt die Abwicklung von wenig rentablen Einheiten. So will Dougan das Zinsgeschäft zurückfahren. Zugleich setzt er stärker auf die Vermögensverwaltung für reiche Privatkunden.

Im dritten Quartal 2013 machte Credit Suisse die Flaute im Anleihenhandel zu schaffen. Der bereinigte Vorsteuergewinn sank auf 930 Millionen Franken nach 1,192 Milliarden im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Reingewinn verdoppelte zwar sich fast auf 454 Millionen Franken, lag aber deutlich unter den Analystenschätzungen von gut 700 Millionen Franken. Vor Jahresfrist hatte die Höherbewertung der eigenen Schulden zu einem Gewinneinbruch auf 254 Millionen Franken geführt.

Im Geschäft mit Anleihen und anderen festverzinslichen Wertpapieren schrumpfte die Einnahmen im abgelaufenen Quartal um 42 Prozent auf 833 Millionen Franken. "Auch wenn wir im Aktiengeschäft und im Bereich Anleihenemissionen ein gutes Ergebnis erzielten, haben im Investmentbanking die schwierigen Bedingungen im Anleihenmarkt Spuren im Ergebnis hinterlassen", erklärte Dougan.

Die Unsicherheit über den weiteren Kurs der US-Notenbank Fed hatte den Anlegern im Sommer die Lust auf Anleihen und andere Zinspapier genommen. Wochenlang trieb die Investoren die Sorge um, die amerikanische Notenbank könnte ihre Politik des billigen Geldes zurückfahren. Mit Ausnahme von Morgan Stanley waren die Geschäftsergebnisse der meisten US-Großbanken im abgelaufenen Quartal für die Aktionäre eine Enttäuschung.

Auch die Deutsche Bank dürfte sich diesem Trend nicht entziehen können, wenn sie am Dienstag ebenso wie UBS den Zwischenbericht vorlegt. Der deutsche Branchenprimus gehört zu den größten Spielern am Anleihemarkt, während UBS sich weitgehend aus dem Handel mit Zinspapieren zurückgezogen hat und auf die Vermögensverwaltung setzt.

Eine Teil des Gewinnausfalls im Investmentbanking glich Credit Suisse mit dem Vermögensverwaltungsgeschäft aus. Dort stieg der Vorsteuergewinn auf 1,018 Milliarden Franken von 936 Millionen Franken im Vorjahr. Dank Kunden in Schwellenländern und Superreichen holte die Bank Neugeld von 8,1 Milliarden Franken herein.

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