Continental kehrt in den DAX zurück

Continental kehrt in den DAX zurück

"Conti bleibt auf Rekordkurs", ist Vorstandschef Elmar Degenhart überzeugt.

Der Autozulieferer Continental und das Spezialchemieunternehmen Lanxess spielen ab diesen Montag in der ersten deutschen Börsenliga DAX mit. Dafür müssen der Handelsriese Metro und der Lastwagenhersteller MAN in den MDAX der mittelgroßen Werte absteigen.

Continental kehrt nach knapp vier Jahren in den Leitindex zurück. Wegen des Übernahmevorstoßes durch den damaligen Konkurrenten Schaeffler waren die Titel des Autozulieferers im Dezember 2008 aus dem DAX ausgeschieden und im MDAX gelandet. Continental hat pünktlich zur Rückkehr in den deutschen Leitindex sein Gewinnziel bekräftigt - Hiobsbotschaften von Autoherstellern zum Trotz. "Conti bleibt auf Rekordkurs", sagte Vorstandschef Elmar Degenhart (im Bild oben) der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Der Konzern hatte erst Anfang August die Gewinnprognose für das laufende Jahr erhöht und neue Rekorde versprochen. Das gelte, bekräftigte Degenhart, auch wenn Daimler die Märkte mit der Meldung aufgeschreckt hat, dass der Mercedes-Gewinn nicht die gesteckten Ziele erreicht.

Sensibel für Signale

"Wir sind sensibel, was die Signale aus dem Markt angeht, sehen aber keinen Anlass für eine Vollbremsung", sagte Degenhart. Man sollte die fraglos vorhandenen Risiken nicht übertreiben. Kurzarbeit sei für Conti nicht nötig. Mit Blick auf das kommende Jahr sagte der Conti-Chef: "Wir trauen uns weiteres Wachstum zu."

Junge Lanxess hat viel vor

Lanxess entstand durch die Abspaltung der traditionsreichen Chemiesparte des Bayer-Konzerns und ist noch keine zehn Jahre alt. Das Leverkusener Unternehmen durchlief ein hartes Sanierungsprogramm. Firmenteile wurden abgestoßen, Arbeitsplätze gestrichen und ertragsschwache Segmente auf Rendite getrimmt. Nun wird Lanxess neben dem ehemaligen Mutterkonzern Bayer einen Platz im DAX einnehmen. Auch der zweite DAX-Aufsteiger hat sich angesichts glänzender Geschäfte neue Ziele gesteckt und die Erwartungen für den operativen Gewinn in den kommenden Jahren angehoben. "Wir haben Lanxess zu einem Wachstumsunternehmen transformiert", hatte Konzernchef Axel Heitmann vor wenigen Tagen betont. Der Konzern sei strategisch gut aufgestellt, um den eingeschlagenen Wachstumskurs fortzusetzen. Die Ziele für das laufende Jahr bestätigte Heitmann.

Der Metro AG, die dem DAX 16 Jahre lang angehörte, wurde vor allem die schwache Kursentwicklung in diesem Jahr zum Verhängnis. Bei dem Lastwagenhersteller MAN war der Streubesitz nach den Zukäufen durch den Volkswagen-Konzern so stark gesunken, dass es für einen Verbleib im DAX nicht mehr gereicht hat. Die Wolfsburger besitzen inzwischen mehr als 75 Prozent des Traditionskonzerns. Im MDAX ersetzen zudem die Aktien von TAG Immobilien die Titel von Deutz, die ihrerseits wiederum in den SDAX wechseln. Auch dieser Austausch ist dem kräftigen Kursverfall der Papiere des Motorenbauers in diesem Jahr geschuldet.

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