China Mobile: Verhandlungen mit Apple machen Fortschritte

China Mobile: Verhandlungen mit Apple machen Fortschritte

Die Gespräche über eine Zusammenarbeit machten Fortschritte, teilte der gemessen an der Kundenzahl weltgrößte Mobilfunker am Donnerstag mit. Bislang ist das Unternehmen der einzige Anbieter in China, der wegen unterschiedlicher Technikstandards die Apple-Geräte nicht im Programm hat.

Mit der Lizenzvergabe für die neue Hochgeschwindigkeitstechnik der vierten Generation (4G) in China, die Ende des Jahres erwartet wird, könnte sich dies nun aber ändern.

Und das Interesse der Chinesen an einem schnellen Internetzugang wächst. Dank der steigenden Kundenzahl für den bisherige Standard 3G konnte China Mobile seinen Gewinn im Quartal um zwei Prozent auf umgerechnet 4,3 Milliarden Euro steigern. Das Unternehmen hat 740 Millionen Kunden. Anders als die Rivalen China Unicom und China Telecom kann es als einziger Mobilfunker in der Volksrepublik aber Apples iPhone nicht anbieten, weil es für sein Netz einen eigenen Technikstandard nutzt. Apple scheute einen kostspieligen Umbau seiner Geräte. Und China Mobile zeigte wenig Entgegenkommen, weil den Konzern die teure Subventionierung der hochpreisigen iPhones abschreckte.

Zuletzt mehrten sich aber Spekulationen über eine Kooperation des US-Technologieriesen und China Mobile, wenn die neue Übertragungstechnik 4G eingeführt wird. Dank der neuen iPhone-Chips vom US-Hersteller Qualcomm ist Apple auch für alle technischen Eventualitäten gewappnet. Das hat der Smartphone-Vorreiter auch dringend nötig. Denn von April bis Juni 2013 sank sein Umsatz in der Region zum Vorquartal um satte 43 Prozent. Apples Anteil am Smartphone-Markt in China hat sich seit dem vergangenen Jahr auf unter fünf Prozent fast halbiert. Damit hinken die Kalifornier deutlich hinter dem koreanischen Erzrivalen Samsung hinterher. Vor allem die einheimische Billig-Konkurrenz um Lenovo, ZTE und Huawei setzt Apple zu.

Dem will der US-Konzern möglicherweise erstmals auch mit einer günstigeren iPhone-Version begegnen. Zuletzt mehrten sich die Spekulationen, dass Apple bei der für den 10. September erwarteten Vorstellung des neuesten iPhones auch ein abgespecktes Modell präsentieren wird, das vor allem für die Kunden in Schwellenländern gedacht sein dürfte.

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