Carrefour überzeugt mit aufpoliertem Frankreich-Geschäft

Carrefour überzeugt mit aufpoliertem Frankreich-Geschäft

Im ersten Halbjahr kletterte der Betriebsgewinn auf vergleichbarer Basis um 4,9 Prozent auf 766 Millionen Euro, wie Carrefour, die Nummer Zwei nach US-Branchenprimus Wal-Mart, am Donnerstag bekanntgab.

Als Grund für den Gewinnanstieg, der etwas schwächer ausfiel als von Experten erwartet, nannte Carrefour die Verbesserungen auf seinem Heimatmarkt: Dort legte der Gewinn sogar um 75,4 Prozent zu. Nun hoffen Experten, dass Carrefour auch in den konjunkturell gebeutelten südeuropäischen Märkten die Trendwende schafft.

Der Metro -Rivale kämpft seit Jahren vor allem in Europa um bessere Geschäfte. Die Franzosen, Vorreiter der Mega-Supermärkte, mussten sich eingestehen, dass sich die Einkaufsgewohnheiten der Kunden gewandelt haben. Der Einkauf muss meist schnell gehen, der Kunde bestellt auch online oder geht ins Spezialitätengeschäft um die Ecke. Das Konzept von Carrefour, ein Vollsortiment in riesengroßen Mega-Stores anzubieten, schien nicht mehr aufzugehen. Firmenchef Georges Plassat, seit Mai 2012 an der Spitze von Carrefour, hat darauf reagiert und sich erstmal den wichtigen französischen Markt vorgeknöpft. Dort macht Carrefour immerhin mehr als 40 Prozent seines Geschäfts. Plassat senkte die Kosten, ließ ältere Filialen renovieren und sorgte für wettbewerbsfähige Preise bei einem insgesamt einfacheren Angebot.

"Unser französisches Geschäft zeigt weiterhin ermutigende Signale", sagte Finanzchef Pierre-Jean Sivignon. Allerdings drückten die rezessionsgeplanten Länder Italien und Spanien weiter deutlich auf das Geschäft. Doch Analysten trauen Carrefour angesichts der Erfolge in Frankreich nun mehr zu. "Viele werden sagen, wenn sie Frankreich wieder hinkriegen, dann schaffen sie das auch in Italien", kommentierten die Analysten von Citigroup.

Carrefour-Aktien legten im frühen Geschäft um knapp fünf Prozent zu auf 23,80 Euro. Der Gesamtmarkt in Paris schaffte dagegen nur ein Plus von 0,4 Prozent.

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