Börse Warschau: Neuer Aktienindex WIG-30 geht im September an den Start

Börse Warschau: Neuer Aktienindex WIG-30 geht im September an den Start

Zusätzlich zum aktuell gebräuchlichen Index WIG-20 an der Warschauer Börse werden die Banken ING BSK und Alior, die Fernsehsender Cyfrowy Polsat und TVN, die Bekleidungsketten LPP und CCC, der Stromversorger Enea, der Düngerhersteller Azoty Tarnow, der Automobilzulieferer Boryszew sowie der Mobilfunkanbieter Netia in den neuen Aktienindex WIG-30 aufgenommen. Der WIG-20 soll noch parallel bis Ende 2015 ausgewiesen werden.

"Hauptmotiv für den neuen Index war, dass Größe und Vielfalt unseres Markts besser widergespiegelt werden, außerdem werden weitere zehn Unternehmen so besser präsentiert", erklärte der GPW-Chef Adam Maciejewski laut einer Aussendung der Börse. Maciejewski betonte, dass so zwei Branchen hinzukommen - die Medienbranche und mit Boryszew die Metallindustrie. Im WIG-30 werde keine der gelisteten Gesellschaften mehr als zehn Prozent der gesamten Marktkapitalisierung aller Unternehmen ausmachen. Im neuen Index werden insgesamt sieben Banken und drei Unternehmen aus dem Bereich Rohstoffindustrie vertreten sein. Ebenfalls drei Gesellschaft produzieren und handeln mit Energie.

Die Warschauer Börse wuchs in den vergangenen Jahren rasch. Allein seit 2006 kamen über 600 Gesellschaften neu auf das Parkett, dabei erhielten die Firmen neue Mittel von umgerechnet 16 Mrd. Euro. Diese Statistik veröffentlichte die Börse vor kurzem. Nun allerdings stagniert die Entwicklung. Denn die größten Börsengänge stammten von Staatsbetrieben, die so privatisiert wurden. Der neue Index ist nach Ansicht von Experten der Versuch, die GPW für neue Firmen attraktiver zu machen. Beobachter nennen als mögliche Interessenten die Getränkehersteller Maspex Wadowice und Tymbark oder den Busproduzenten Solaris.

Der im Jänner zum Vorstandsvorsitzenden ernannte Maciejewski bemüht sich, das Parkett auch für Investoren attraktiver zu machen. Seit April funktioniert das neue Transaktionssystem UTP, das wesentlich mehr Orders deutlich schneller umsetzen kann. Außerdem soll der Terminhandel interessanter werden. Von September an werden Investoren, die bei den Futures auf einen steigenden oder sinkenden Wert des WIG-20 - später des WIG-30 - setzen, 20 Zloty (4,8 Euro) pro Punkt Veränderung erhalten. Bisher waren es 10 Zloty. „Das ist eine qualitative Verbesserung für diejenigen, die sich mit Daytrading befassen“, erklärte Piotr Duzinski vom Investitionshaus der Bank BRE der Zeitung „Rzeczpospolita“.

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