Boeing: Milliardenauftrag und Anhebung der Langzeit-Prognosen

Boeing: Milliardenauftrag und Anhebung der Langzeit-Prognosen

Der US-Flugzeugbauer Boeing blickt angesichts des zunehmenden Flugverkehrs in Asien und eines neuen Milliardenauftrags der US-Marine optimistischer in die Zukunft. So benötigen etwa die Fluggesellschaften in den kommenden 20 jahren voraussichtlich insgesamt 35.280 neue Maschinen im Wert von insgesamt 4,8 Billionen Dollar. Besonders gefragt sind Modelle wie Boeing 737 oder Airbus A320.

Damit schraubte der Airbus-Rivale seine Langfrist-Prognose um 3,8 Prozent hoch. Der Passagier- und Frachtverkehr - wichtige Konjunktur-Indikatoren - würden wohl im Jahr um fünf Prozent wachsen.

Höhere Nachfrage sieht Boeing vor allem für Flugzeuge in der Größe einer Boeing 737 oder des Airbus-Modells A320. Für größere oder kleinere Jets habe sich die Aussicht dagegen nicht verbessert. Für den Boeing 747 und den Airbus A380 schraubt der US-Konzern seine Erwartung sogar zurück. Bei der Pariser Luftfahrtmesse in der kommenden Woche werde Boeing neue Aufträge verkünden.

"Es gibt Platz für uns zum Wachsen, es gibt Platz für Airbus zum Wachsen und offen gesagt gibt es wahrscheinlich noch für einen dritten Konkurrenten Raum", sagte Randy Tinseth, Vize-Marketingchef von Boeings Verkehrsflugzeug-Sparte. 2012 sei die Zahl der Verkehrsflugzeuge auf 20.310 gestiegen. Bis 2032 werde sie sich wohl auf 41.000 mehr als verdoppeln. Zugleich trat Boeing Bedenken entgegen, Flugzeugbauer würden Maschinen auf Halde produzieren. "Jeder Indikator, den wir am Markt sehen, sagt aus, dass die Nachfrage real ist und dass es Bedarf gibt, die Produktion zu steigern", betonte Tinseth. Boeing rechnet zum Beispiel damit, dass sich Reisen in der asiatisch-pazifischen Region mehr als verdreifachen.

Milliardenauftrag der US-Marine

Für Boeing – und Bell Helicopter – erfreulich ist zudem auch der Zuschlag über einen 6,5 Milliarden Dollar schweren Großauftrag der US-Marine. Wie Marineoberst Gregory Masiello am Montag ankündigte, werden die beiden US-Konzerne 99 V-22 Osprey Kipprotor-Flugzeuge liefern. Die Unterzeichnung des Fünf-Jahres-Vertrags sei für Mittwoch geplant. Dieser enthalte eine Option für den Kauf von 22 weiteren Flugzeugen. Zudem stellte Masiello einen weiteren Mehrjahresvertrag in Aussicht. Die Marine sondiere bereits den Kauf von 100 oder mehr Flugzeugen.

Boeing und der zum US-Konzern Textron gehörende Hersteller Bell Helicoter bauen den V-22 zusammen. Die Maschine kann so schnell fliegen wie ein Flugzeug, landet mit den Rotoren aber wie ein Hubschrauber. Nach dem Tod von 23 Marine-Soldaten bei Testflügen im Jahr 2000 stand das Programm zunächst auf der Kippe. Angesichts der Haushaltslage zeige der Großauftrag aber, dass die Regierung Vertrauen in den V-22 habe, betonte Masiello. Durch den Mehrjahresvertrag spare die Marine rund eine Milliarde Dollar im Vergleich zu Einzelkäufen. Auch der Austausch der in die Jahre gekommenen C-2 Flugzeuge durch V-22 Maschinen spare Kosten.

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