Boeing nimmt nach Batterie-Desaster Dreamliner-Auslieferung wieder auf

Boeing nimmt nach Batterie-Desaster Dreamliner-Auslieferung wieder auf

Nach den Problemen bei den Batterien und dem damit einhergehenden Flugverbot, gibt es nun endlich wieder gute Nachrichten für den US-Flugzeugbauer. Die Dreamliner-Maschinen werden nun wieder ausgeliefert und trotz der Zwangspause hält Boeing an dem Jahresziel von 60 Dreamliner-Auslieferungen fest.

Die japanische All Nippon Airways (ANA) habe am Dienstag eine Maschine mit neuem Batterie-System erhalten, teilte der Airbus-Konkurrent mit. ANA ist Boeings größter 787-Kunde. Bis Ende Mai will der US-Flugzeugbauer alle Batterien in den 50 bereits eingesetzten Dreamlinern mit einem Schutz gegen Überhitzung nachrüsten. Bereits Ende April war nach Aufhebung des Flugverbots wieder ein Dreamliner mit Passagieren gestartet. Boeing-Aktien kletterten am Mittwoch im Frankfurter Handel um 1,7 Prozent.

Der US-Flugzeugbauer hält an seinem Ziel fest, in diesem Jahr mehr als 60 der Langstreckenmaschinen auszuliefern. Analysten halten das für realistisch, da die Produktion auch während der Zwangspause weiterlief. Unternehmensangaben zufolge drängen sich vor den Fertigungshallen rund 25 Dreamliner-Maschinen, die ausgeliefert werden können. Zudem will der Konzern die Fertigung beschleunigen. Bauen Boeing-Techniker derzeit sieben Flieger im Monat zusammen, sollen es zum Jahresende bereits zehn sein.

Flugbehörden hatten im Jänner weltweit sämtliche Dreamliner aus dem Verkehr gezogen, nachdem die Batterie eine geparkte Japan-Airlines -Maschine Feuer fing und eine weitere in einem ANA-Flieger während des Flugs schmolz. Boeing setzt Lithium-Ionen-Akkus in dem als besonders sparsam gepriesenen Jet ein, weil sie leichter sind als herkömmliche Batterien. Sie sind aber auch schneller entflammbar.

Immer noch unklar ist, wie viel das Batterie-Desaster den Airbus-Rivalen gekostet hat. Experten gehen von bis zu 600 Millionen Dollar aus. Auch die genaue Brandursache wird weiter gesucht. Ein neues Edelstahlgehäuse um die Batterien soll nun aber sogar einer Explosion standhalten.

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