BMW mit mehr Gewinn und weniger Rendite im ersten Quartal

BMW mit mehr Gewinn und weniger Rendite im ersten Quartal

Obwohl die Münchner in den ersten drei Monaten des Jahres so viele Fahrzeuge verkauften wie noch nie, stagnierte in der Kernsparte Automobile der Betriebsgewinn bei 1,58 Milliarden Euro.

Wie der Autobauer am Dienstag mitteilte, blieb pro verkauftem Pkw weniger hängen als ein Jahr zuvor und auch weniger als beim Rivalen Audi. Mit Motorrädern und Finanzgeschäften nahm BMW dagegen mehr ein. Der Gewinn des ganzen Konzerns legte kräftig zu: Das Ergebnis vor Steuern kletterte im Auftaktquartal um acht Prozent auf 2,17 Milliarden Euro.

Im Gesamtjahr sollen Gewinn und Absatz auf neue Spitzenwerte steigen, bekräftigte Vorstandschef Norbert Reithofer. Das Ergebnis vor Steuern werde "deutlich über dem Wert des Vorjahres" liegen - 2013 waren es 7,9 Milliarden Euro. Die Münchner hatten zuletzt deutlich gemacht, dass sie 2014 ein Plus von neun bis zehn Prozent erreichen wollen; das entspräche einem Gewinn vor Steuern von mehr als 8,6 Milliarden Euro. Allerdings warnte Reithofer, die Ausgaben blieben hoch und bremsten das Wachstumstempo. BMW hat viel Geld in das Elektroauto i3 und eine teure Werbekampagne für den vielerorts skeptisch beäugten Stromantrieb gesteckt. Auch die Ausgaben für neue Modelle, mit denen der Konzern punkten will, sind hoch. Zudem laboriert die gesamte Branche nach wie vor unter dem selbst angezettelten Preiskampf in Europa, wo sich die Pkw-Verkaufszahlen nach jahrelanger Krise erst allmählich erholen.

Die Schwäche auf dem Heimatkontinent glich BMW - wie die Oberklasse-Konkurrenz - weitgehend in den beiden weltgrößten Automärkten China und USA aus. Im ersten Quartal verkauften die Münchner rund um den Globus gut 487.000 Fahrzeuge ihrer drei Marken BMW, Mini und Rolls-Royce - mehr als Audi oder Mercedes. Vom i3, mit dem die Bayern ihren Vorsprung in der automobilen Oberliga verteidigen wollen, wurden 2022 Exemplare an zahlende Kunden übergeben. Weltweit will BMW in diesem Jahr insgesamt mehr als zwei Millionen Autos verkaufen, wie Reithofer bekräftigte. Dazu würde allerdings schon ein Plus von knapp zwei Prozent genügen.

In der Autosparte peilt BMW in diesem Jahr unverändert eine Rendite zwischen acht und zehn Prozent an. Vor Kurzem hatte der Konzern betont, nicht mit weniger Marge zu rechnen. 2013 warf das Kerngeschäft 9,4 Prozent ab. Im ersten Quartal betrug die Rendite hier 9,5 Prozent; das war weniger als vor Jahresfrist und auch weniger, als Analysten erwartet hatten. Audi lag mit 10,1 Prozent vorne, Daimlers Pkw-Sparte zuckelte mit 7,0 Prozent hinterher.

Jetzt mitspielen: Tip & Win - das format.at Börsespiel 2014

Börse

Deutsche Bank fährt Rekordverlust ein: 6,7 Milliarden Euro

Börse

Ölschwemme bringt weltweit die Börsen auf Talfahrt

Börse

IBM wieder mit Umsatzrückgang - das 15. Quartal in Folge