Bill Gross kauft US-Staatsanleihen und meidet die Eurozone

Bill Gross kauft US-Staatsanleihen und meidet die Eurozone

Der Fondsmanager Bill Gross von der Allianz-Tochter Pacific Investment Management Co. kauft für seinen Total Return Fund erstmals seit vier Monaten wieder US- Staatsanleihen zu.

Der Bestand an Hypotheken blieb nahe des höchsten Wertes seit drei Jahren, wie es auf der Website der Fondsgesellschaft Pimco aus dem kalifornischen Newport Beach am Dienstag hieß.
Gross richtet den von ihm verwalteten weltgrößten Rentenfonds damit auf eine weitere Runde geldpolitischer Lockerung durch die Notenbank Federal Reserve aus. Sie wird von Experten für immer wahrscheinlicher gehalten.

Gross hat in dem Fonds mit einem Volumen von 260 Mrd.
Dollar den Anteil von US-Staatspapieren im Mai auf 35 Prozent erhöht und den Anteil damit erstmals seit Januar angehoben, wie es hieß. Im April betrug der Anteil den Angaben zufolge 31 Prozent. Den Anteil von Hypotheken reduzierte er demnach mit 52 Prozent nach 53 Prozent im April nur geringfügig.

Ebenso wie andere institutionelle Investoren bereitet sich Pimco auf eine dritte Runde geldpolitischer Lockerung, im Händlerjargon “QE3” genannt, vor. Dabei kauft die Notenbank selbst Anleihen zurück, um den Langfristzins zu reduzieren. Gross hatte in diesem Monat bereits ausdrücklich zum Kauf von Staatsanleihen aus den USA und Brasilien geraten und empfahl den Anlegern, einen Bogen um Papiere aus Europa zu machen.

Eurozone meiden

“Pimco meidet derzeit die gesamte Eurozone, und zwar bis dort eine Lösung der Probleme absehbar wird, die auch den Privatsektor einschließt”, sagte Gross am 1. Juni in einem Radiointerview mit Bloomberg News.

US-Notenbankpräsident Ben S. Bernanke hatte am 7. Juni erklärt, die Fed sei bereit zu handeln, um das Finanzsystem in den USA und die Wirtschaft zu schützen, falls die finanziellen Stresssymptome eskalierten.

Auch bei den Volkswirten von Morgan Stanley, Bank of America Corp. und JPMorgan werden die Chancen auf eine dritte Runde der so genannten quantitativen Lockerung derzeit optimistischer eingeschätzt. Morgan Stanley bezifferte die Chance im Juni auf 80 Prozent, nach 50 Prozent im Vormonat, und erwartet eine Ausweitung des Hypothekenanleihen-Portfolios der Fed um etwa 200 Mrd. Dollar.

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