Berlusconis Mediaset rutscht ins Minus

Berlusconis Mediaset rutscht ins Minus

Schon wieder eine schlimme Nachricht für Silvio Berlusconi: Sein Medienkonzern Mediaset schreibt erstmals einen Quartalsverlust. Der Grund sind sinkende Werbeeinnahmen.

Neue Probleme für Silvio Berlusconi. Nach seiner Verurteilung im Oktober zu einer vierjährigen Haftstrafe wegen Steuerbetrugs und dem Verzicht, als Premierkandidat an den Parlamentswahlen in Italien im kommenden Frühjahr teilzunehmen, bekommt der ehemalige Regierungschef schlechte Nachrichten auch von seiner Mediengesellschaft Mediaset. Die börsennotierte Mailänder Gruppe meldete erstmals in ihrer 20-jährigen Geschichte ein Quartal mit roten Zahlen.

Die Verluste betrugen zwischen Juli und September 88 Mio. Euro. In den ersten drei Quartalen 2012 verbuchte Italiens größter privater TV-Konzern Verluste von 45 Mio. Euro. Im Vergleichsraum 2011 hatte Mediaset noch einen Gewinn von 164,3 Mio. Euro gemeldet. Auch beim Umsatz musste Mediaset Rückgänge hinnehmen. So sank er in den ersten drei Quartalen 2011 um 12,6 Prozent von 3.040 Mio. Euro auf 2.655 Mio. Euro.

Die negativen Ergebnisse sind vor allem dem starken Rückgang bei den Werbeeinnahmen zuzuschreiben. Bei der Werbung wurde in den ersten drei Quartalen ein Rückgang von 14,9 Prozent verzeichnet. Auch in den nächsten Monaten rechnet der in den Krisenländern Italien und Spanien stark vertretene Konzern mit rückläufigen Werbeeinnahmen.

Laut Medienangaben plant Mediaset die geplanten Ausgabenkürzungen für die nächsten drei Jahre von 250 Mio. Euro auf 400 Mio. Euro zu verschärfen. Die Struktur der Gesellschaft soll vereinfacht werden. Außerdem soll das technische Personal in den regionalen Büros der Gruppe ausgelagert werden. Dagegen hatte das Mediaset-Personal in den vergangenen Monaten gestreikt.

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