Beiersdorf: Geschäfte laufen wie geschmiert

Beiersdorf: Geschäfte laufen wie geschmiert

Beiersdorf kommt unter dem neuen Chef Stefan Heidenreich bei der Neuausrichtung seiner Kosmetiksparte voran und blickt nun zuversichtlicher in die Zukunft.

Der um Kosten für den Umbau bereinigte Betriebsgewinn (EBIT) kletterte im dritten Quartal um fast ein Drittel auf 185 Millionen Euro, wie der DAX-Konzern am Freitag mitteilte. Damit übertraf Beiersdorf die Markterwartungen: Analysten waren von 172 Millionen Euro ausgegangen.

Der Konzernumsatz legte im gleichen Zeitraum um 9,5 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro zu. Mit der größeren Zuversicht im Rücken hob der Vorstand die Prognose für die Erlöse an. Erwartet werde nun ein Wachstum von drei bis vier Prozent. Bisher war Beiersdorf von einem Zuwachs von drei Prozent ausgegangen. Als Rendite (Ebit-Marge) peilt der Kosmetikkonzern unverändert zwölf (Vorjahr 11,5) Prozent an.

Schwellenländer pushen

Einen ersten Erfolg meldete Heidenreich auch bei der stärkeren Ausrichtung auf Wachstumsregionen. Zum organischen Umsatzplus von knapp vier Prozent auf 4,566 Milliarden Euro hätten in den ersten neun Monaten vor allem Schwellenländer beigetragen, während die Erlöse im krisengeplagten Westeuropa geschrumpft seien. In der Kosmetiksparte mit dem Flaggschiff Nivea an der Spitze habe Beiersdorf nun rund 48 Prozent des Gesamtumsatzes erwirtschaftet, teilte der von der Tchibo-Mutter Maxingvest kontrollierte Kosmetikkonzern mit.

Beiersdorf war lange vorgeworfen worden, den Trend in Wachstumsländern verschlafen zu haben. Das sollte sich unter Heidenreich ändern. Er hatte wenige Woche nach seinem Amtsantritt im Frühjar als Ziel vorgegeben, dass der Anteil von Ländern wie Russland, Brasilien und China in zwei Jahren mehr als die Hälfte des Umsatzes ausmachen solle. Bis dahin machte Beiersdorf 60 Prozent seines Geschäfts in Europa. Mit dem stärkeren Wachstum in Schwellenländern wird Beiersdorf unabhängiger von konjunkturellen Schwankungen.

Das macht die Konkurrenz vor: Die weltweite Konjunkturflaute kann Konsumgüter-Riesen wie Procter & Gamble (P&G), Unilever und Colgate-Palmolive bislang wenig anhaben. Weltmarktführer P&G überraschte vergangene Woche mit einem deutlichen Gewinnanstieg. Der niederländisch-britische Rivale Unilever sprach nach einem kräftigen Umsatzplus im abgelaufenen Vierteljahr vom bislang besten Quartal des Jahres. Auch der Zahnpastahersteller Colgate-Palmolive verbuchte einen höheren Gewinn, will aber dennoch sparen und dabei mehr als 2000 Stellen streichen.

Börse

Deutsche Bank fährt Rekordverlust ein: 6,7 Milliarden Euro

Börse

Ölschwemme bringt weltweit die Börsen auf Talfahrt

Börse

IBM wieder mit Umsatzrückgang - das 15. Quartal in Folge