Bei Thomas Cook trägt die Sanierung erste Früchte

Bei Thomas Cook trägt die Sanierung erste Früchte

Der kriselnde Reiseveranstalter Thomas Cook kommt mit seiner Sanierung voran. In den sechs Monaten bis Ende März verringerte sich der Verlust vor Steuern zum Vorjahr um ein Drittel auf 390,9 Millionen Pfund.

Der Schuldenabbau soll auch weiter im Mittelpunkt stehen: Zur Freude der Anleger verschaffte sich Thomas Cook zudem über eine Refinanzierung im Volumen von 1,6 Milliarden Pfund neuen finanziellen Spielraum. Mit dem Geld will der Konzern die Schulden abbauen und in Zukunft wieder eine Dividende zahlen. Dies sorgte an der Börse für Kauflaune. Thomas-Cook-Aktien stiegen um rund acht Prozent.

Im Detail hofft das Management, mit Aktienplatzierungen etwa 425 Millionen Pfund einzunehmen. Weitere 441 Millionen sind über neue Anleihen anvisiert. Fast 700 Millionen Pfund werden über Neuverhandlungen mit den Banken frei.

Der mit 172 Jahren älteste Touristikkonzern der Welt kämpft seit rund zwei Jahren mit rückläufigen Umsätzen. Unter Firmenchefin Harriet Green hat Thomas Cook massiv Kosten gesenkt und auch Stellen abgebaut. Mit den nun angekündigten Maßnahmen sollen die Schulden, die Ende März bei 1,2 Milliarden Pfund lagen, noch einmal deutlich verringert werden.

Vor rund zwei Jahren war Thomas Cook im "Arabischen Frühling" in eine Schieflage geraten: Die politischen Unruhen ließen das Geschäft mit Reisen nach Tunesien, Ägypten und Marokko einbrechen. Erholt hat es sich seither nur teilweise. In Deutschland ist Thomas Cook mit den Reisefirmen Neckermann, Öger Tours sowie dem Ferienflieger Condor vertreten.

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