Bei K+S sprießt der Gewinn

Bei K+S sprießt der Gewinn

Die gestiegene Nachfrage von Landwirten in Brasilien und Europa lässt beim Düngemittelhersteller K+S die Kassen klingeln.

Da die Kennzahlen im abgelaufenen zweiten Quartal deutlich über den Vorjahresergebnissen und den Schätzungen der Analysten liegen, gab der Konzern am Montag überraschend Eckdaten des Quartalsberichts bekannt. Der Umsatz kletterte von April bis Ende Juni um 21 Prozent auf 997 Millionen Euro, der Betriebsgewinn (Ebit I) um rund ein Fünftel auf 220 Millionen Euro.

K+S profitiert wie Potash und andere Konkurrenten von den steigenden Agrarpreisen, die wegen der Dürre in den USA und anderen wichtigen Getreide-Anbauregionen zuletzt kräftig angezogen haben. Dadurch steigt für Bauern der Anreiz, ihre Ernteerträge durch den Einsatz von Düngemittel auf einer größtmöglichen Anbaufläche zu maximieren. Die K+S-Aktie kletterte am Montag über drei Prozent auf 40,78 Euro und war damit größter Gewinner im Leitindex Dax.

K+S bestätigte nach den deutlichen Steigerungen seine Jahresprognose. Bei einem stabilen Umsatz werde der Betriebsgewinn wegen des schwachen Salzgeschäfts moderat zurückgehen. Der milde Winter in Europa und den USA hatte K+S im ersten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang eingebrockt. Das Betriebsergebnis in der Salz-Sparte werde im Vergleich zum sehr guten Jahr 2011 deshalb stark zurückgehen, bekräftigte das Unternehmen. Im wichtigsten Geschäftsbereich mit Kali-Düngemitteln geht K+S nun allerdings von einem leicht steigenden statt wie bisher von einem stagnierenden Betriebsgewinn aus.

Für das Gesamtjahr nannte K+S am Montag zudem erstmals konkrete Ziele: Der Umsatz soll sich demnach auf 3,9 und 4,2 Milliarden Euro belaufen nach vier Milliarden Euro vor Jahresfrist. Der Betriebsgewinn werde leicht sinken auf 820 bis 900 Millionen Euro nach 906,2 Millionen Euro im Jahr 2011.

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