Bei Dell zeichnet sich Übernahmeschlacht ab

Bei Dell zeichnet sich Übernahmeschlacht ab

Der Finanzinvestor Blackstone denkt offenbar darüber nach, ein Offert für den Computerhersteller Dell abzugeben.

Demnach erwägt Blackstone das Buyout-Gebot für Dell von Michael Dell und dem Finanzinvestor Silver Lake Management in Höhe von 24,4 Mrd. Dollar zu überbieten. Dabei dürfte Blackstone als Teil einer Investorengruppe auftreten, hieß es weiter. Der New Yorker Finanzinvestor habe jedoch noch keine Entscheidung getroffen.

Der Aufsichtsrat von Dell hat bis zum 22. März Zeit, nach einem höheren Gebot als dem von Silver Lake zu suchen. Falls in diesem Zeitraum eine Offerte eingeht, die aussichtsreich erscheint, darf er auch länger verhandeln. Das sehen die Bedingungen der bestehenden Vereinbarung mit Silver Lake vor.

Ein Angebot von Blackstone würde den Druck auf Michael Dell und Silver Lake erhöhen, ihr Gebot in Höhe von 13,65 Dollar je Dell-Aktie aufzubessern. Die beiden größten externen Aktionäre von Dell haben bereits klar gemacht, dass sie mit dem jetzigen Gebot nicht einverstanden sind. Auch der Milliardär Carl Icahn hat eine Beteiligung an dem Unternehmen aufgebaut und will erreichen, dass Dell eine Sonderdividende in Höhe von 9 Dollar je Aktie ausschüttet, falls die Aktionäre die Offerte von Michael Dell und Silver Lake ablehnen. Andernfalls will Icahn versuchen, den Aufsichtsrat ablösen zu lassen.

David Frink, ein Sprecher von Dell, wollte sich nicht dazu äußern. Peter Rose, ein Sprecher von Blackstone, war nicht sofort zu erreichen.

Nach Einschätzung von Anand Srinivasan, Analyst bei Bloomberg Industries, dürfte es für neue Bieter jedoch schwierig sein, Dell auf Vordermann zu bringen, ohne dass sich Michael Dell finanziell beteiligt, da das PC-Geschäft schwächelt. Dem Vernehmen nach haben bislang Blackstone, Hewlett-Packard Co. und Lenovo Group Ltd. die Bücher von Dell gesichtet.

Die Dell-Aktie ist am Montag im nachbörslichen Handel auf bis zu 14,69 Dollar gestiegen. Das liegt 7,6 Prozent über dem Gebot von Michael Dell und Silver Lake und signalisiert, dass Investoren darauf spekulieren, der endgültige Preis werde über 24,4 Mrd. Dollar liegen. Fünf von Bloomberg befragte Analysten halten eine Offerte von bis zu 15 Dollar je Dell-Aktie für erreichbar.

Auf dieser Basis würde Dell zum 5,4-fachen des Gewinns vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisierungen von der Börse genommen werden. Das wäre das niedrigste Vielfache für einen Technologie-Buyout in der Größenordnung von mehr als einer Mrd. Dollar, zeigen Daten von Bloomberg.

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