Bayer auf dem Weg zu Milliarden-Präparaten

Bayer auf dem Weg zu Milliarden-Präparaten

Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer verspricht sich Milliardenumsätze mit neuen Medikamenten.

Vor allem bei den Arzneikandidaten in der späten klinischen Testphase am Menschen sei Bayer zuletzt gut vorangekommen, sagte Konzernchef Marijn Dekkers am Mittwoch in Leverkusen. "In den vergangenen Monaten wurden hier weitere entscheidende Erfolge erzielt", sagte der Bayer-Chef. Fünf neue Präparaten zur Bekämpfung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Augenkrankheiten traut das Unternehmen inzwischen zusammen einen jährlichen Spitzenumsatz von mehr als 5,5 Milliarden Euro zu. Der Leverkusener Konzern investiert im laufenden Jahr insgesamt drei Milliarden Euro in seine Forschung. 2011 waren es 2,9 Milliarden Euro.

Größter Hoffnungsträger im Pharmageschäft ist derzeit das Thromobose-Medikament Xarelto. Dekkers bekräftigte das Ziel eines Spitzenumsatzes von mehr als zwei Milliarden Euro. Das Krebspräparat Stivarga soll einmal mindestens rund eine Milliarde Euro im Jahr erwirtschaften wie auch das Krebsmedikament Alpharadin. Auch dem neuen Augenmedikament Eylea traut Bayer Milliardenumsätze zu. Auf mehr als 500 Millionen Euro Umsatz im Jahr soll einmal das Lungenhochdruck-Präparat Riociguat kommen. Selbst über diese fünf Präparate hinaus sei der Nachschub an neuen Medikamenten gut gefüllt, sagte Dekkers. Bayer hat derzeit 35 Arzneimittelprojekte in der klinischen Entwicklung.

Dekkers stellte am Mittwoch zudem neue Projekte aus der Pflanzenschutzsparte des Konzerns vor. Von Neuentwicklungen, die zwischen 2011 und 2016 auf den Markt kommen, erhofft sich der Konzern zusammen einen Spitzenumsatz von mehr als vier Milliarden Euro.

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