Banken räumen auf

Banken räumen auf

"Das ist ein enormes Problem für die Bankenbranche", sagte Carlyle-Manager Olivier Sarkozy in dieser Woche auf einer Private-Equity-Konferenz in Paris. "Die Banken müssen sich auf das Niveau zurechtstutzen, auf dem sie schon immer hätten sein sollen", betonte der Halbbruder des früheren französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy.

Angesichts schärferer Regulierung und sinkender Erträge sind Geldhäuser in Europa auf Schrumpfkurs. Finanzinvestoren lauern auf Kaufchancen.

Während sich Carlyle auf ganze Geschäftsbereiche der Banken konzentriert, sind andere Investoren wie Apollo, Cerberus oder Oaktree eher an Krediten interessiert. Banken wollen derzeit vor allem Immobilien- und Konsumentenkredite loswerden, da diese wegen hoher Risiken viel Eigenkapital binden. "Es ist völlig klar, dass diese Entschlackung kommen wird", sagte Apollo-Chef Leon Black, dessen Haus unlängst einen 2,7-Milliarden-Euro-Fonds für diese Kredite aufgelegt hat. Gute Chancen sieht er vor allem in Deutschland, Spanien und Großbritannien.

Gebrannte Kinder

Hierzulande haben sich Private-Equity-Häuser allerdings schon häufiger die Finger verbrannt mit Bank-Deals. So hat der US-Investor Christopher Flowers bei der mittlerweile verstaatlichten Hypo Real Estate Geld verloren. Auch sein Engagement bei der angeschlagenen HSH Nordbank dürfte ihm wenig Freude bereiten. Ob der Investor RHJ International wie gewünscht die Frankfurter BHF Bank kaufen kann, ist noch offen. Die Aufsicht BaFin hat den Kauf noch nicht abgenickt.

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