Bank Austria-Mutter will angeschlagener Alitalia helfen

Bank Austria-Mutter will angeschlagener Alitalia helfen

Italiens größte Bank frohlockt über ein Gewinn-Plus von 59 Prozent. Demnächst soll die Internet-Bank Fineco an die Börse gehen.

Italiens größte Bank UniCredit, die Mutter der österreichischen Bank Austria, hat sich bereiterklärt, der angeschlagenen Alitalia bei den laufenden Gesprächen mit der arabischen Fluglinie Etihad zu helfen. Es gebe jedoch Grenzen, sagte UniCredit-Chef Federico Ghizzoni am Montag. "Selbstverständlich tun wir, was möglich ist, aber nicht einfach alles."

Die beiden Fluggesellschaften verhandeln derzeit über einen Einstieg des Air-Berlin -Partners Etihad bei Alitalia. Die Gespräche sind jedoch schwierig. Knackpunkt ist der Schuldenberg der Italiener, den Etihad nicht übernehmen will. UniCredit ist eine der Gläubigerbanken von Alitalia. Das Institut selbst fasste nach einen Rekordverlust zu Jahresbeginn wieder Fuß.

59 Prozent mehr Gewinn

Die UniCredit hatte am Montag auch ihre Quartalszahlen präsentiert. Gute Nachricht: Die Bank-Austria-Mutter ist wieder auf Erfolgskurs. Der Nettogewinn stieg in den ersten drei Monaten um 59 Prozent auf 712 Millionen Euro, teilte der Konzern am Montag mit. Im ersten Quartal sanken erstmals seit Beginn der Krise 2008 die faulen Kredite um 1,3 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2013. Die faulen Kredite der Bank beliefen sich auf 82,5 Milliarden Euro.

"Unser Ziel eines Nettogewinns von zwei Milliarden Euro bis Ende 2014 rückt näher", kommentierte UniCredit-Chef Federico Ghizzoni. Die Bank könne auf das Gesamtjahr 2014 mit Zuversicht schauen. Das Wirtschaftswachstum konsolidiere sich, kommentierte Ghizzoni.

Die Mailänder hatten 2013 einen Verlust von 14 Milliarden Euro hinnehmen müssen - wegen hoher Abschreibungen und zusätzlicher Rückstellungen für faule Kredite. Dies wurde als Bilanzsäuberung vor dem anstehenden Stresstest der Europäischen Zentralbank gewertet.

Internet-Bank an die Börse

Geschäftsführer Federico Ghizzoni möchte zudem die Internet-Bank Fineco an die Börse bringen. UniCredit hat bereits die Notierung für Fineco beantragt. Fineco, die 900.000 Kunden zählt und 45,6 Milliarden Euro verwaltet, hat das erste Quartal 2014 mit einem 37-prozentigen Wachstum des Nettogewinns auf 37 Millionen Euro abgeschlossen.

Die Börsennotierung war bereits im Entwicklungsplan bis 2018 angekündigt worden. "Die Operation wird zur besseren Verwertung von Finecos Potenzial dienen und der Bank neue Wachstumsimpulse geben", teilte UniCredit mit.

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