Apple nimmt sich die Geldbörsel vor

Apple nimmt sich die Geldbörsel vor

Einen wesentlichen Sprung könnte Apple in der kommenden Woche mit der Präsentation seines neuesten iPhones präsentieren. Apple greift nun nach dem Allerliebsten der Kunden - dem Geld. Das neue iPhone soll bereits am ersten Verkaufswochenende den eigenen Verkaufsrekord pulverisieren. 10 Millionen Stück sollen erstmals zum Einstand verkauft werden.

Wer das Geld hat bestimmt die Regeln - ein alter Spruch, der nicht minder weise für die Technologiehersteller in der IT-Branche. Und Apple weiß das, wie die ganze IT-Branche samt Mobilfunkern in die Waagschale zu werfen. Gerüchten zufolge will nun Apple auch die Lufthoheit im mobilen Zahlungsverkehr erklimmen.

Kommende Woche am 9. September will der US-Computer- und Telefonhersteller sein neues iPhone-Modell - in der Zwischenzeit das siebente Modell seit dem Einstieg ins Handygeschäft im Jahr 2008 - auf den Markt bringen. Und einen neuen Umsatzbringer auf den Markt werfen.
Und auch dieses Mal will Apple nicht nur als Hardwarehersteller protzen. Vielmehr will Apple sein neuestes Smartphone - iPhone 6 - mit der Bezahlfunktion ausstatten. Jedes Handy soll mit einem NFC-Chip ausgestattet werden. Über NFC (Abkzg. für Near Field-Communication sollen Kunden per Handy ihre Einkäufe zahlen - am Mobilfunk vorbei, direkt über einen eigenen Funkchip mit den Kassenterminals der Kreditkarten- oder im Internet via Online-Zahlungsanbieter.

Volle Kraft voraus

Gleich am ersten Verkaufswochenende will Apple über zehn Millionen Stück vom neuen iPhone 6 verkaufen - so viel wie bei keinem der bisherigen sechs Handymodelle. Bis Jahresende sollen gut 75 Millionen neue iPhones verkauft werden. Zur Erinnerung: Vom ersten iPhone 3 wurden im Juli 2008 gerade einmal rund 1,0 Millionen Stück verkauft. Im September 2013 wurden vom iPhone in den Versionen 5, 5S und 5C rund 9,02 Millionen Stück verkauft. Das Handy soll so zum Ersatz für Geldbörse sowie Plastikmoney werden. Samsung hat heuer bereits mit seinem Spitzenmodell Galaxy S5 mit einem Fingersensor vorgelegt: Per Fingererkennung können sich die Nutzer zum Online-Zahldienst Paypal verbinden, von dem Einkäufe abgebucht werden.

iPhone 6 als Cash-Maschine und Kreditkarte

Apple hat Ähnliches vor. Neben der klassischen Bezahlfunktion - unbar statt cash - soll das Handy auch gleich die Kreditkartenfunktion unter die Haube bekommen. Mit der ganzen Kreditkartenwelt soll sich Apple bereits einig sein. Visa, Mastercard und American Express kooperieren mit Apple, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Sonntagabend mit Verweis auf unterrichtet Kreise gemeldet hat.
Mastercard hat gegenüber Format.at bereits signalisiert, dass sukzessive die Zahlungsterminals im österreichischen Einzelhandel ausgebaut und ausgetauscht werden. Bis Smartphone-Nutzern das Bezahlen via Handys zu ermöglichen.

Neuordnung der Mobilen Zahlung

Nicht wirklich erfreut über die Ambitionen von Apple dürften die Telekomkonzerne sein. Bei jeder Zahlung über Apple-Phones dürfte wohl auch der US-Konzern sich ein Scheibchen von den Kredtikartenanbietern abschneiden.
Seit vielen Jahren versuchen Telekomkonzerne zum Teil auch gegen die Kreditkartenunternehmen etwa mit eigenen "Mobile Wallets" ihre Kunden und Einzelhandelsunternehmen von der Zahlung via Handy zu überzeugen - mit recht mäßigem Erfolg.

Die goldene Decke

Die Aktie von Apple notiert indes auf Alltime-High bei 102,50 Dollar. Fraglich ist, ob die Aktie noch sein Steigerungspotenzial hat oder schon die Decke erreicht hat, wie Kritiker bereits meinen.
Von 64 Analysten haben 47 Apple auf der Kaufliste, 13 auf halten und nur vier raten vom Verkauf. Das maximale Kursziel hat JMP Securites im August 2014 mit 135 Dollar angegeben.

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