Anleger-Ansturm auf Luxusjacken-Hersteller Moncler

Anleger-Ansturm auf Luxusjacken-Hersteller Moncler

Bei ihrem Debüt an der Mailänder Börse dotierten die Aktien des bekannten italienischen Modehauses Moncler deutlich stärker. Mit einem Volumen von 681 Millionen Euro ist der Börsengang Monclers der größte in Italien seit 2010.

Anleger haben sich am Montag um den Börsendebütanten Moncler gerissen. Die Aktien des für seine mit Gänsedaunen gefüllten Luxusjacken bekannten italienischen Modehauses stiegen auf bis zu 14,80 Euro und lagen damit 45 Prozent über dem Ausgabepreis von 10,20 Euro je Aktie. Nach Aussagen zweier mit der Angelegenheit vertrauter Personen hatten nur 20 Prozent der Investoren, die Moncler-Papiere gezeichnet hatten, auch Aktien zugeteilt bekommen.

Einem anderen Insider zufolge gehören der Lederwaren-Spezialist Salvatore Ferragamo und Bernard Arnault, Chef des französischen Luxusgüter-Konzerns LVMH, zu den neuen Moncler-Eignern. Außerdem hätten sich die Staatsfonds von Katar, Abu Dhabi und China eingekauft.

Mit einem Volumen von 681 Millionen Euro ist dieser Börsengang der größte in Italien seit 2010. Sollte die Mehrzuteilungsoption ("Greenshoe") vollständig ausgeschöpft werden, erhöht sich das Volumen der Emission, die Unternehmensangaben zufolge 27-fach überzeichnet war, auf 784 Millionen Euro.

Moncler peilt für 2013 in Umsatzplus von 16 Prozent an. Im kommenden Jahr solle er um weitere 18 Prozent auf 670,9 Millionen Euro wachsen. "Die eigentliche Herausforderung ist die Verringerung der Abhängigkeit von der Haupt-Produktlinie", sagte Analyst Mario Ortelli von Bernstein Research. Denn ansonsten bestehe die Gefahr, dass sich Kunden anderen Mode-Labels zuwenden.

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