Alles hat ein Ende: Apple ist kein "Outperformer" mehr

Alles hat ein Ende: Apple ist kein "Outperformer" mehr

Seit dem Hoch im September 2012 ist der Wert der Apple-Aktie von 541 Euro auf 403 Euro gefallen. Mangels Perspektiven haben die Experten von Wells Fargo das Papier jetzt von "Outperform" auf "Market perform" herabgestuft.

Wer Anfang 2009 in Apple-Aktien investiert hat konnte mit den Papieren richtig viel Geld verdienen. In den Jahren, da Apple mit dem iPhone den Weltmarkt eroberte und Nokia, den damaligen Branchenprimus am Mobilfunkmarkt, vom Podest stieß, explodierte der Kurs der aktie regelrecht. Um 67,52 Euro konnte man am 11. Jänner 2009 noch Apple-Aktionär werden.

Bis zum Hoch im September 2012, das mit 541,70 Euro erreicht war, ging es praktisch nur bergauf. Apple war nicht nur im Handel, sondern auch an der Börse eine Sensation. Ein Outperformer und bald das wertvollste Unternehmen, das weltweit an einer Börse notierte. Rund 550 Milliarden Euro war Apple damals an der Börse wert. Seither hat sich da Blatt gewendet. Bis Mitte 2013 fiel der Wert der Aktie auf 300 Euro (Stand vom 24. Juni). Seither hat er sich zwar wieder auf über 400 Euro erholt (Schlusskurs vom 2. Jänner 2013: 403,30 Euro; -0,51%), die Luft ist aber raus. Der aktuelle Börsenwert liegt bei 364 Milliarden Euro.

Sinkende Margen, härtere Konkurrenz

Die Gründe dafür sind mannigfaltig. Der Wettbewerb am Smartphone- und Tablet-Markt ist härter geworden, die Margen sinken. Daran wird auch der vor Weihnachten vereinbarte Deal mit China Mobile nichts ändern. Apple kann das iPhone seit Jahresbeginn auch den 760 Millionen Kunden des weltgrößten Mobilfunkunternehmens anbieten. Zudem hat sich das iPhone 5c als Ladenhüter entpuppt und große Würfe sind von Apple CEO Tim Cook in der nächsten Zeit eher nicht zu erwarten.

Apple dürfte einmal eine Verschnaufpause nötig haben. Das sehen auch die Analysten von Wells Fargo so. Sie haben Apple nun von "Outperform" auf "Market Pperform" herabgestuft. Das bedeutet, dass die Experten nicht davon ausgehen, dass sich Apple in nächster Zeit überdurchschnittlich gut entwickelt. Die Wells Fargo-Experten begründeten die Abstufung mit ihrer Erwartung einer 2014 stärker unter Druck stehenden Bruttomarge bei Apple.

Infolge verloren auch weitere Technologiepapiere an Wert, darunter Hewlett-Packard (minus 1,14 Prozent), Microsoft (minus 0,67 Prozent), Intel (minus 0,64 Prozent) oder IBM (minus 1,09 Prozent). Auch die Versorgerbranche präsentierte sich zum Jahresauftakt unter Verkaufsdruck, zu den Verlierern zählten hierbei General Electric (minus 1,89 Prozent), Dominion Resources (minus 1,72 Prozent) und The Southern Company (minus 1,02 Prozent).

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