Alcatel in der Verlustzone

Alcatel in der Verlustzone

Die rückläufige Nachfrage nach Mobil- und Festnetz-Telefonen macht dem Telekom-Ausrüster Alcatel-Lucent zu schaffen. Das franko-amerikanische Unternehmen verzeichnete seinen zweiten Quartalsverlust in Folge und setzt nun möglicherweise auf den Verkauf von Vermögenswerten.

Finanzchef Paul Tufano sagte am Freitag, neben einer Umfinanzierung der Schulden werde auch eine Liquiditätsspritze erwogen, die auch Verkäufe beinhalten könnte. Die Aktie des Unternehmens fiel am Vormittag um fast sieben Prozent.

Alcatel hatte unter seinem CEO Ben Verwaayen (Bild) zuletzt ein Sparprogramm eingeleitet und die Streichung von rund 5500 Stellen weltweit angekündigt. Wie seine Rivalen Ericsson und Nokia-Siemens Networks leidet Alcatel unter einer zurückhaltenden Nachfrage seiner Kunden und anhaltendem Preisdruck. Konzernchef Ben Verwaayen zeigte sich überzeugt, dass sein Unternehmen im zweiten Halbjahr dennoch ein besseres Ergebnis als in den ersten sechs Monaten vorlegen werde. Alcatel sei auf dem richtigem Weg mit den Kostensenkungen und dem Arbeitsplatz-Abbau.

Der Konzern weitete im dritten Quartal seinen bereinigten Nettoverlust auf 125 Millionen Euro nach 31 Millionen Euro im vorangegangenen Vierteljahr aus. Der Umsatz ging im Jahresvergleich um 2,8 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro zurück, wobei der Verkauf im rezessionsgeplagten Europa um 15 Prozent einbrach.

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