Aktie bricht ein - Nordex bleibt cool

Aktie bricht ein - Nordex bleibt cool

Für Nordex seien die Pläne wenig bedrohlich, da die Firma nur noch zehn Prozent ihres Geschäftes in Deutschland mache, sagte ein Nordex-Sprecher am Montag. Anleger reagierten hingegen verunsichert: Der Aktienkurs brach in der Spitze um 19,3 auf 11,10 Euro ein.

Union und SPD hatten sich am Wochenende auf erste Eckpunkte für ein neues Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) geeinigt. Den Bau von Wind-, Sonnen- oder Biogas-Kraftwerken wollen die Parteien begrenzen, um die Kosten der Energiewende zu dämpfen. Besonders treffen die Einschnitte die Windbranche an der Küste. Bei windstarken Standorten sollen die Fördersätze deutlich sinken, um Überförderungen abzubauen.

Die bestehenden Unsicherheiten über die Fördermodalitäten seien ein Risiko für die Branche, da Banken sich in dieser Situation mit Finanzierungszusagen zurückhielten, sagte der Nordex-Sprecher. "Das macht derzeit den Markt kaputt."

Die Überförderung von Anlagen im windreichen Norden Deutschlands habe die Branche bereits eingeräumt. Eine "regionale, maßvolle Umverteilung" sei sinnvoll und verkraftbar. Fast alle neuen Projekte rechneten sich, auch wenn ein gewisser Preisdruck eintreten könnte, erklärte der Nordex-Sprecher weiter.

Bei den reduzierten Planungen von Windparks in Nord- und Ostsee folge die Politik zudem den Gegebenheiten. "Das alte Ziel von 10.000 Megawatt bis 2020 war nicht mehr realisierbar." Auf hoher See sollen den Plänen von Union und SPD zufolge bis 2020 nur noch Anlagen mit einer Gesamtkapazität von 6500 Megawatt gebaut werden. Das sei umsetzbar, sagte der Nordex-Sprecher.

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