Airbus winkt Großauftrag von AirAsia

Airbus winkt Großauftrag von AirAsia

Airbus winkt ein weiterer Großauftrag aus Asien: Nach Informationen aus mit der Situation vertrauten Kreisen steht der Billigflieger AirAsia vor einer weiteren Großbestellung beim europäischen Flugzeugbauer.

Bis zu 100 Maschinen der A320-Baureihe im Wert von insgesamt neun Milliarden Dollar wolle die Fluggesellschaft aus Malaysia von der EADS-Tochter kaufen. Die Gespräche seien in einem abschließenden Stadium. Der Vertrag werde aber nicht rechtzeitig unterzeichnet, um das Geschäft bereits bei der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin kommende Woche bekanntzugeben.

Bei einem Zuschlag für Airbus würde der kanadische Konkurrent Bombardier leer ausgehen, der sich zuletzt intensiv um den Auftrag bemüht hatte. AirAsia verfügt über eine Flotte von 116 Flugzeugen und hegt äußerst ehrgeizige Expansionspläne. Bislang hat Asiens größter Billigflieger bereits 375 Airbus-Maschinen bestellt. Zuletzt hatte Airbus Großaufträge in China und auf den Philippinen an Land gezogen.

Im Flugzeugbau von Krise keine Spur

Alle 15 Jahre verdoppelt sich der Luftverkehr - und die großen Flugzeugbauer melden einen Rekordauftrag nach dem anderen. Luftverkehr ist ein globaler Wachstumsmotor - und das trotz Krise.

Sie profitieren vor allem von zwei Entwicklungen: Auf der einen Seite können sich immer mehr Menschen in Schwellenländern das Reisen über den Wolken leisten, auf der anderen Seite müssen in Industriestaaten ältere Maschinen ersetzt werden.

Es ist vor allem der ungebrochene Bedarf an sparsameren Flugzeugen, der der Branche auf mehrere Jahre gefüllte Auftragsbücher beschert. Denn konstant hohe Treibstoffpreise knabbern weltweit an den Margen der Airlines - in Europa kommt noch erschwerend die unsichere Konjunktur im Gefolge der Schuldenkrise hinzu. Auch umstrittene gesetzliche Vorgaben wie die Ticketsteuer in Deutschland und Großbritannien oder die von der EU einseitig verfügte Klimaschutzabgabe ziehen die Branche nach unten.

Trotz international steigender Passagierzahlen sagt die Weltluftfahrtorganisation IATA Europas Airlines fürs laufende Jahr daher einen Verlust in Höhe von 1,1 Mrd. US-Dollar (875 Mio. Euro) vorher. Sie rechnet aber damit, dass die Fluggesellschaften weltweit einen Gewinn von 3 Mrd. Dollar erzielen werden. Bessere Geschäfte in Amerika sollen höhere Verlust in Europa und geringere Gewinne in Asien auffangen. 2011 hatten die Unternehmen der Branche aber noch einen Gewinn von 7,9 Mrd. Dollar eingeflogen.

China benötigt bis 2031 mehr als 5.000 neue Flugzeuge

Boeing zufolge steigt die Volksrepublik zum weltweit zweitgrößten Markt für neue Passagiermaschinen auf. Chinesische Fluglinien müssen demnach in den kommenden zwanzig Jahren mehr als 5.000 Flugzeuge anschaffen. Ein Großteil würden Langstrecken-Flieger wie der Dreamliner und Maschinen des Typs 777 sein, um die gestiegene Reisefreude der Chinesen decken zu können. Aber auch die Nachfrage nach Kurz- und Mittelstreckenmaschinen lege zu, da die Chinesen verstärkt auch im eigenen Land reisten. Demnach wird sich der Gesamtwert der bis 2031 neu bestellten Maschinen auf 670 Mrd. Dollar (533 Mrd. Euro) belaufen.

EADS-Erzrivale Airbus sieht bis 2031 weltweit einen Bedarf von rund 28.000 neuen Passagierflugzeugen - entsprechend der Boeing-Prognose würden aus China rund ein Sechstel der weltweiten Kaufaufträge kommen.

Börse

Deutsche Bank fährt Rekordverlust ein: 6,7 Milliarden Euro

Börse

Ölschwemme bringt weltweit die Börsen auf Talfahrt

Börse

IBM wieder mit Umsatzrückgang - das 15. Quartal in Folge