Aktien von Airbus und Lufthansa nach Airbus-Absturz weiter unter Druck

Aktien von Airbus und Lufthansa nach Airbus-Absturz weiter unter Druck

Nach Meinung von Analysten bringt der Absturz des Germanwings-Flugzeug in Frankreich für den Mutterkonzern Lufthansa einen "nachhaltiger Reputationsschaden", der sich auch auf den Börsenkurs auswirken wird.

Frankfurt/Toulouse. Einen Tag nach dem Absturz der Germanwings-Maschine in Südfrankreich steht die Aktie der Muttergesellschaft Lufthansa weiter unter Druck. Der Kurs sank am Mittwoch um bis zu 1,4 Prozent auf 13,38 Euro. Die in Paris und Frankfurt gelisteten Airbus-Aktien fielen um 0,7 Prozent.

Equinet-Analyst Jochen Rothenbacher stufte die Lufthansa-Aktie von "Buy" auf "Hold" zurück und senkte das Kursziel von 19 auf 14 Euro. Das Unglück könne dazu führen, dass sich das Passagierwachstum kurzfristig verlangsame, erläuterte er. Zudem dürfte das positive Image der Lufthansa als sichere Fluggesellschaft leiden.

Nach Ansicht von DZ-Bank-Experte Dirk Schlamp wird der Absturz einen "nachhaltigen Reputationsschaden hinterlassen". Die AUA-Mutter Lufthansa habe bisher für technische Kompetenz und Zuverlässigkeit gestanden. Zudem könnte der Unfall das Eurowings-Konzept des Konzerns gefährden. "Grundsätzlich erwarten wir jedoch gegenwärtig keine Änderung der ursprünglichen Strategie des Konzerns." Schlamp bestätigte seine "Halten"-Empfehlungen und bezifferte den Fairen Wert der Aktie auf 14 Euro.

Beim Absturz des Airbus A320 in den französischen Alpen waren am Dienstag 150 Menschen ums Leben gekommen. Zu den Opfern zählen nach Angaben von Germanwings 67 Deutsche. Die Ursache eines der schwersten Unglücke in der Luftfahrt in Europa seit Jahren war zunächst unklar.

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