Airbus A350, Boeing 777 oder 787-Dreamliner: Lufthansa macht Ernst

Airbus A350, Boeing 777 oder 787-Dreamliner: Lufthansa macht Ernst

Die Bestellung von 50 Flugzeugen dürfte die letzte Hürde bei dem Lufthansa-Aufsichtsrats-Treffen am 18. September nehmen, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Europas größte Airline hatte bereits angekündigt, bis Jahresende 50 neue Flugzeuge zu ordern und dazu mit Boeing und Airbus zu verhandeln. Infrage kommen dabei der Airbus A350, der jüngst seinen Jungfernflug hatte, und die Boeing-Modelle 777 und 787-Dreamliner. Ein Lufthansa-Sprecher wollte sich dazu am Freitag nicht äußern.

Die Lufthansa dürfte sich wegen der langen Wartezeiten für die neuesten Versionen der Modelle entscheiden, sagte eine der Quellen. Die Bestellung könnte sowohl aus einer Mischung aus Boeing- und Airbus-Maschinen bestehen oder aber bei einem einzigen Hersteller platziert werden, ergänzte der Insider.

Die Lufthansa ist weltweit der größte Airbus-Kunde. Mehr als die Hälfte der knapp 640 Flugzeuge der Gesellschaft und ihrer Töchter stammt aus den Werkhallen des europäischen Flugzeugbauers. Die Pannenserie beim Prestigeflieger Dreamliner des Airbus-Konkurrenten Boeing dürfte bei der Bestellung nicht den Ausschlag geben. "Viele neue Flugzeuge wie die 747-400 hatten anfangs Kinderkrankheiten", sagte Lufthansa-Finanzchefin Simone Menne Anfang August zu Reuters TV. Diese Maschinen seien später sicher unterwegs gewesen. Geordert hat die Lufthansa noch keinen Dreamliner.

Der Konzern steckt derzeit in der größten Flottenmodernisierung seiner Geschichte: Bis 2025 werden 236 neuen Flugzeugen gekauft, die laut Listenpreis 22 Milliarden Euro kosten. Airlines erhalten üblicherweise hohe Rabatte auf den diesen Preise. Die Einkaufstour ist überfällig, da die Lufthansa noch viele ältere Langstrecken-Flieger mit vier Triebwerken wie den Boeing-Jumbojet 747-400 oder den Airbus A340 in der Flotte hat - die schlucken wesentlich mehr Sprit als neue Maschinen. Die Tankrechnung ist einer der größten Kostenposten - allein dieses Jahr sind dafür sieben Milliarden Euro eingeplant.

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