Airbus denkt über runderneuerten A330 nach

Airbus denkt über runderneuerten A330 nach

"Das wird diskutiert. Es ist eine der Optionen im Airbus-Mix", sagte ein mit den Plänen vertrauter Branchenvertreter zum Wochenschluss. Bereits beim Kurzstreckenflieger A320 habe eine Modernisierung zu drastisch gestiegenen Verkaufszahlen geführt, hieß es in den Kreisen.

Airbus steht mittelfristig unter Druck. Zwar sind die Verkäufe in den vergangenen Jahren unerwartet kräftig gestiegen. Doch das lag auch an den Problemen, die der US-Erzrivale Boeing mit seinem neuen 787 Dreamliner hatte. "Es lief gut mit dem A330, weil Boeing spät dran war. Aber es wird jetzt schmerzlich klar, dass Boeing neuere Technologien als der A330 hat", sagt Adam Pilarsky vom Luftfahrt-Beratungsunternehmen Avitas.

Der Chef der Flugzeugbausparte, Fabrice Bregier, sagte indes der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" laut Vorabbericht, dass sich Airbus mit einer Neuentwicklung des A320 Zeit lasse. "Ich glaube nicht, dass ein komplett neuer A320 vor 2024 kommt". Vielmehr ist er vom langfristigen Erfolg der überarbeiteten Version A320neo überzeugt, die ab 2015 mit neuen, spritsparenden Triebwerken ausgeliefert werden soll. "Im Jahr 2030 werden wir noch A320neo verkaufen", sagte Bregier.

Bregiers Sorgenkind bleibt der Superjumbo A380. "Wir liefern jedes Jahr 30 Stück aus, das ist nicht schlecht, doch natürlich würde ich lieber 40 oder 50 verkaufen." Wegen des wachsenden Flugverkehrs sei er aber zuversichtlich. "Der Trend geht zu größeren Maschinen", sagte Bregier.

Airbus gibt am 13. Januar seine Jahrespressekonferenz. Insidern zufolge hat das Unternehmen 2013 mehr Aufträge erhalten als Boeing. Die Europäer seien an den Amerikanern vorbeigezogen, war vor kurzem aus Branchenkreisen ohne weitere Details verlautet. Boeing hatte zuvor mitgeteilt, dass der Konzern im vergangenen Jahr Netto-Bestellungen von 1355 Maschinen erhalten habe. Boeing lieferte im vergangenen Jahr die Rekordzahl von 648 Flugzeugen aus.

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