Air France-KLM: Der Verlust wird kleiner

Air France-KLM: Der Verlust wird kleiner

Der Lufthansa-Rivale Air France-KLM hat dank seines Sparkurses den Verlust zu Jahresbeginn verringert. Im operativen Geschäft sank der Fehlbetrag im ersten Quartal auf 530 Millionen Euro, nachdem es im Vorjahr noch 611 Millionen waren, wie der französisch-niederländische Konzern am Freitag mitteilte.

Der Umsatz kletterte um gut ein Prozent auf 5,7 Milliarden Euro. Dabei glichen steigende Erlöse im Passagiergeschäft die Schwäche der Fracht-Sparte aus, in der sich die Wirtschaftsflaute in Europa widerspiegelte. Zum Vergleich: Auch die Lufthansa verbuchte in den ersten drei Monaten operativ einen Verlust. Hier waren es 359 Millionen Euro - genau so viel wie im Vorjahreszeitraum.

An der Börse kamen die Air-France-Zahlen trotzdem nicht gut an: Die Aktien der Nummer zwei der klassischen Fluglinien in Europa stürzten um knapp sechs Prozent ab.

Bei beiden Unternehmen wird aber mit Besserung im Jahresverlauf gerechnet, da auch die Kranich-Airline kräftig spart, um der harten Konkurrenz ausländischer Anbieter und der vielen Billigflieger zu begegnen. So rechnet die Lufthansa 2013 mit einem höheren Betriebsgewinn, der sich 2012 auf gut eine halbe Milliarde Euro summierte. Bei Air France-KLM erwarten Analysten im Gesamtjahr einen operativen Gewinn von 360 Millionen Euro nach einem Minus von 300 Millionen 2012. Der Umsatz soll um gut zwei Prozent auf 26 Milliarden Euro zulegen.

Die Lufthansa hat gerade erst mit einem kräftigen Lohnplus einen neuerlichen Tarifkonflikt aus der Welt geschaffen. Weil die Kosten für Treibstoff dafür sinken, hoffen der Frankfurter Konzern, mit Rückenwind in den Sommer zu starten. Denn nur in der Hauptreisezeit spielt der Flugbetrieb noch richtig Geld ein.

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