Air France-KLM baut ab

Die anhaltende Branchenflaute wird nach Angaben des Managements vom Mittwoch 2013 zum sechsten operativen Verlust in Folge führen. Im kommenden Jahr müsse die zum Konzern Air France-KLM gehörende Fluggesellschaft unbedingt die Gewinnschwelle erreichen.

Air France-KLM baut ab

Mit den bekanntgegebenen Abbauplänen verschärft der Lufthansa-Rivale seinen Sparkurs. Dieser sieht bereits jetzt vor, dass bis Ende des laufenden Jahres die Zahl der Beschäftigten mit französischen Verträgen um 5120 reduziert wird. Zuletzt belief sie sich auf 49.300. Der Aktienkurs von Air France-KLM stürzte ab und notierte am Nachmittag 3,6 Prozent im Minus.

"Wir befinden uns in einer Phase schwacher Nachfrage", konstatierte Air-France-Chef Frederic Gagey. Sein Unternehmen bekommt die immer stärkere Konkurrenz von Billigfliegern zu spüren. Zudem machen gestiegene Kerosinkosten und das in der Wirtschaftsflaute schwächelnde Frachtgeschäft der französisch-niederländischen Fluggesellschaft zu schaffen. Auch Wettbewerber streichen Arbeitsplätze, ringen den Beschäftigten Zugeständnisse ab und verabschieden sich von unrentablen Routen.

Air France will die Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern am 4. Oktober beginnen. Dabei geht es zunächst um freiwillige Vertragsauflösungen. Die Kapazitäten auf innerfranzösischen Strecken sollen weiter ausgedünnt werden.