Ahold übt sich in Vorsicht

Ahold übt sich in Vorsicht

Der Erfolg der Eigenmarken in den Albert-Heijn-Supermärkten verhalf dem Metro-Rivalen Ahold zu einem überraschend hohen Gewinn und rückte die Konsumschwäche im wichtigen US-Geschäft in den Hintergrund.

Für das vergangene Quartal wies das Management am Donnerstag einen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT) vor Einmalposten von vier Prozent auf 338 Millionen Euro aus.

In den Niederlanden legte der Gewinn um 13 Prozent zu. Laut Ahold-Chef Dick Boer macht das Unternehmen erhebliche Fortschritte dabei, eigene Handelsmarken zu etablieren, die höhere Profitspannen bringen und für mehr Kundentreue sorgen sollen.

Ganz anders sieht dagegen die Entwicklung in den USA aus, wo Ahold mit Ketten wie Stop&Shop und Giant mehr als 60 Prozent seiner Erlöse erwirtschaftet: Dort stieg der Quartalsumsatz auf bereinigter Basis lediglich um 0,3 Prozent. Das Plus war deutlich schwächer als im vorangegangenen Vierteljahr und als von Experten vorausgesagt. In den Vereinigten Staaten werden die Verbraucher durch höhere Lohnsteuern und gestiegene Benzinkosten belastet. Das bekommt auch US-Konkurrent Wal-Mart zu spüren, der zuletzt schwächer wuchs als erwartet und seine Umsatzprognose senkte.

Zu den Geschäften im weiteren Jahresverlauf äußerte sich Ahold vorsichtig. Die Kunden kauften weiter weniger ein und wählten eher günstige Produkte.

An der Börse herrschte dennoch große Zufriedenheit vor. Der Ahold-Kurs zog rund fünf Prozent an. Neben der deutlich verbesserten Gewinnmarge überzeugte die Anleger die Aussicht auf zusätzliche Ausschüttungen. Ahold hatte in diesem Jahr für umgerechnet 2,5 Milliarden Euro die Mehrheit an der schwedischen Supermarktkette ICA verkauft. Ein Teil des Geldes soll an die Aktionäre gehen.

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