Adidas: Reebok verbockt die Bilanz

Adidas: Reebok verbockt die Bilanz

Die US-Tochter Reebok hat Adidas im vergangenen Jahr einen Gewinneinbruch eingebrockt.

Die Probleme von Reebok auf dem amerikanischen Kontinent und in Indien machten operative Zuwächse zunichte und drückten den Überschuss um mehr als 14 Prozent auf 526 Millionen Euro, wie Adidas am Donnerstag in Herzogenaurach mitteilte. Hauptgrund seien Wertminderungen auf Reebok wegen der im September gesenkten Wachstumsaussichten der Tochter. Die Adidas-Aktie verlor im frühen Handel bei Lang & Schwarz 2,7 Prozent.

Adidas hatte die Umsatzprognose für Reebok wegen des schlechten Geschäftsverlaufs im September um ein Drittel eingedampft. Hinzu kamen ein Betrugsfall und Missmanagement bei Reebok in Indien, die ebenfalls im vergangenen Jahr aufgedeckt wurden. Infolge dessen korrigierte Adidas am Donnerstag auch seine Bilanz für 2011. Adidas hatte Reebok 2006 für gut drei Milliarden Euro übernommen, um den Erzrivalen Nike in dessen Heimatmarkt anzugreifen und Nikes weltweiten Vorsprung zu verringern.

Trotz des Gewinneinbruchs will Adidas seine Dividende um 35 Prozent auf 1,35 Euro je Aktie erhöhen. Denn operativ verzeichnete der Konzern deutliche Steigerungen. Der Umsatz legte um knapp zwölf Prozent auf 14,88 Milliarden Euro zu. Ohne Berücksichtigung der Wertminderungen auf Reebok stiegen das Betriebsergebnis um gut 24 Prozent auf 1,19 Milliarden Euro und der Überschuss um 29 Prozent auf 791 Millionen Euro.

Damit übertraf der Konzern seine eigene Prognose und erreichte beinnahe die Erwartungen von Branchenexperten. Von Reuters befragte Analysten hatten für das Gesamtjahr Erlöse von 14,95 Milliarden Euro, einen Überschuss von 795 Millionen Euro und eine Dividende von 1,25 Euro je Aktie erwartet. Vorstandschef Herbert Hainer hatte ein Umsatzplus im hohen einstelligen Prozentbereich und ein einen Überschuss von 770 bis 785 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Für das laufende Jahr stellte Hainer weitere Zuwächse in Aussicht. Der Umsatz soll im mittleren einstelligen Prozentbereich steigen. Der Überschuss soll auf 890 bis 920 Millionen Euro steigen.

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