Adidas und das Kreuz mit Reebok

Adidas und das Kreuz mit Reebok

Der für 2015 ursprünglich angepeilte Umsatz der US-Marke in Höhe von drei Milliarden Euro werde auf zwei Milliarden gesenkt, teilte der Sportartikel-Hersteller am Freitag mit.

Als Gründe dafür wurden wegfallende Erlöse aus dem American-Football-Geschäft und der Schwerpunkt auf höhere Margen genannt. Außerdem muss Adidas in Reebok investieren, um die verstaubte Marke neu als Fitness-Spezialist zu positionieren.

"Wir können nicht für uns in Anspruch nehmen, schon auf dem Weg zu nachhaltigem globalen Erfolg zu sein", kommentierte Adidas-Chef Herbert Hainer die Reebok-Leistung. Der Fokus werde künftig auf Märkten mit höheren Margen liegen, nicht auf Größe in Indien oder Lateinamerika, wo es weniger Geld pro Produkt gebe. Bis 2015 soll die Rohertragsmarge über 40 Prozent liegen. Das wäre eine Verbesserung von mindestens fünf Punkten.

Adidas hat Reebok 2006 für gut drei Milliarden Euro übernommen, um den Abstand zum Branchenprimus Nike, der vor allem in den USA dominiert, zu verringern. Doch wirklich aufgegangen ist der Plan nicht. Reebok kommt nicht in Schwung, ist deutlich weniger profitabel als die Kernmarke des Konzerns mit den berühmten drei Streifen. Umsatzrückgänge waren zuletzt an der Tagesordnung, auch rote Zahlen sind in der Vergangenheit keine Seltenheit gewesen.

Abgesehen von Reebok läuft es aber gut für den Dax-Konzern aus Herzogenaurach. Bei einem Investorentag in Kalifornien bekräftigte Hainer, den Umsatz bis 2015 auf 17 Milliarden Euro hieven zu wollen. Dieses Jahr dürften es - auf Basis der aktuellen Prognose - rund 14,5 Milliarden Euro werden. Zuletzt sei es rund um die Fußball-Europameisterschaft und die Olympischen Spiele stark um Umsatzwachstum gegangen. "Wir wollen uns nun verstärkt auf die Verbesserung der Profitabilität des Konzerns konzentrieren", so Hainer. Die operative Marge solle ab 2013 jährlich um etwa ein Prozentpunkt verbessert werden. Als Zielwert haben die Franken elf Prozent bis 2015 ausgegeben.

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