Adidas kickt sich mit der Fußball WM in Brasilien Richtung auf 15 Milliarden Umsatz

Adidas kickt sich mit der Fußball WM in Brasilien Richtung auf 15 Milliarden Umsatz

Sportartikelhersteller Adidas ist für die nächsten Jahre zuversichtlich. Die Fußball WM sollte auf jeden Fall im nächsten Jahr die Kassa füllen.

"Der Gipfel erscheint heute ein wenig höher als vom Basislager aus, aber wir haben die Ausrüstung, das Wissen und die Menschen, um ihn zu besteigen", sagte Vorstandschef Herbert Hainer am Dienstag auf einem Investorentag in Herzogenaurach. Dank der Fußball-WM in Brasilien will Adidas im nächsten Jahr den Umsatz, der 2013 bei gut 15 Milliarden Euro liegen soll, währungsbereinigt um einen hohen einstelligen Prozentsatz steigern. 2015 soll er dann 17 Milliarden Euro erreichen. "Wir werden in allen Marken, Regionen und Märkten wachsen", sagte Hainer.

Auch bei der Profitabilität will sich der weltweit zweitgrößte Sportartikelhersteller nach Nike verbessern. In diesem Jahr soll die operative Rendite bei 8,5 Prozent liegen, 2014 dann um einen Prozentpunkt auf 9,5 Prozent und 2015 auf elf Prozent steigen. "Wir werden weiter investieren und gleichzeitig die Verbesserung unserer operativen Rendite beschleunigen", sagte der 59-jährige Vorstandschef, der seit mehr als zwölf Jahren an der Spitze von Adidas steht und 2010 den Geschäftsplan "Route 2015" mitentwarf. "Nach drei Jahren sind wir bei den Zahlen nicht da, wo wir sein wollten", gab Hainer zu.

Fußball WM als Umsatzbringer

In diesem Sommer haben schlechtes Wetter, der starke Euro und der verpatzte Start eines Vertriebszentrums in Russland auf die Geschäfte gedrückt - Adidas senkte im September seine Gewinnprognose für das laufende Jahr. Analysten hatten sich deshalb skeptisch geäußert, dass der Konzern seine mittelfristigen Ziele wird halten können. Reuters-Daten zufolge erwarten sie im Schnitt 2015 einen Umsatz von 16,5 Milliarden Euro und eine operative Marge von 10,8 Prozent. Im nächsten Jahr will Adidas vor allem von der Fußball-Weltmeisterschaft profitieren - die Fußball-Umsätze sollen um rund 300 Millionen Euro auf zwei Milliarden Euro steigen. Auch mit Laufschuhen will Adidas punkten und zum Marktführer Nike aufschließen.

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