13 Milliarden Dollar Rekordstrafe für JPMorgan Chase besiegelt

13 Milliarden Dollar Rekordstrafe für JPMorgan Chase besiegelt

Die größte Bank der USA und die Regierung in Washington teilten am Dienstag mit, die 13-Milliarden-Dollar-Rekordstrafe sei unter Dach und Fach.

New York. JPMorgan Chase macht im Hypothekenstreit reinen Tisch und räumt in einem 13 Milliarden Dollar schweren Vergleich mit der USD-Regierung Fehlverhalten seiner Mitarbeiter ein. Eine Einigung in dieser Größenordnung hatte sich abgezeichnet, seit sich Bankchef Jamie Dimon und Justizminister Eric Holder nach Reuters-Informationen darauf Ende Oktober im Grundsatz verständigt hatten. Mit der Zahlung will das Institut den Streit über dubiose Geschäfte mit Papieren beilegen, die als Auslöser der Finanzkrise gelten.

Im Rahmen der Einigung räume JPMorgan ein, die Öffentlichkeit in großem Umfang hinters Licht geführt zu haben, wie die New Yorker Staatsanwaltschaft erklärte. Mitarbeiter hätten an Investoren wissentlich Produkte verkauft, die von schlechterer Qualität gewesen seien als angegeben.

Auslöser der Finanzkrise

JPMorgan werden Gesetzesverstöße beim Verkauf von Wertpapieren und Immobilienkrediten vorgeworfen, die von 2005 bis 2007 und damit aus Zeiten vor der Finanzkrise stammen. Nach dem Platzen der Preisblase am US-Immobilienmarkt wurden viele mit Hypotheken besicherten Wertpapiere weitgehend wertlos. Die Besitzer machten hohe Verluste. Viele Institute gerieten in finanzielle Schwierigkeiten und mussten staatlich gestützt werden. Die US-Regierung steht nicht zuletzt deshalb unter Druck, Banken für Fehlverhalten zur Rechenschaft zu ziehen.

JPMorgan hat nach früheren Angaben 23 Milliarden Dollar zur Seite gelegt, um Kosten auch anderer Rechtsstreitigkeiten zu begleichen. Das Institut hatte zuletzt immer wieder Ärger mit Behörden und der Justiz, etwa wegen des Handelsskandals um den "Wal von London" - einen Händler, der mit Derivate-Positionen 6,2 Milliarden Dollar verspielte.

Anleger reagierten auf die Einigung erfreut: JPMorgan-Papiere gingen mit einem Plus von 0,7 Prozent aus dem Handel, während sich der Dow Jones fast unverändert zeigte

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