13 Gründe warum Sie in Fonds der Region Mittlerer Osten/Nordafrika investieren sollten

13 Gründe warum Sie in Fonds der Region Mittlerer Osten/Nordafrika investieren sollten

Die Anlageregion MENA ist erst seit rund fünf Jahren im Fokus internationaler Fondsgesellschaften wie Schroder, Baring und Franklin Templeton. Seither sind die Kurse stark gestiegen, speziell in den vergangenen zwölf Monaten. Laut einer aktuellen Analyse von Bassel Khatoun, Chef der MENA-Aktien bei der US-Fondsgesellschaft Franklin Templeton, gibt es zahlreiche Gründe warum die Titel weiter steigen dürften.

1. MENA-Aktien schneiden besser ab als Schwellenländer-Aktien

„Nach mehreren volatilen Jahren ist die Region seit Mitte 2013 aus dem
Gröbsten heraus“, so Khatoun. MENA-Aktien übertrafen Schwellenmarktaktien seither erheblich. "Im Gegensatz zu anderen Schwellenländer-Aktien sind diese Titel aufgrund der steigenden Attraktivität der Region Widerstandsfähigkeit gegenüber Kursschwankungen, wie wir sie derzeit bei Schwellenmärkten beobachten", so Khatoun weiter.

2. Geringe Korrelation mit anderen Schwellenländer-Indizes

Über die vergangenen acht Jahre zeigten die MENA-Märkte mit dem globalen Aktienindex MSVI World eine Übereinstimmung von 52% und lediglich 14% mit dem MSCI Emerging Markets Index. MENA-Aktien sind für Anleger gleichzeitig auch eine interessante Möglichkeit das Portfolios in eine unterrepräsentierte Vermögensklasse zu streuen.

3. Riesiger Haushaltsüberschuss der Golfstaaten ermöglicht hohe Investments

Die riesigen Haushaltsüberschüsse, der meisten Ländern des Golfkooperationsrats (GCC), ermöglichten vielen von ihnen viel Geld in Infrastruktur- und Bildung zu diversifizieren und ihre Wirtschaft so nachhaltiger zu gestalten.

Expo 2020 in Dubai und Fifa in zwei Jahren wird Ausgaben anheizen

Die Weltausstellung Expo 2020 in Dubai und die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft in Katar zwei Jahre später dürften dazu beitragen, dass sich der Bau wichtiger Infrastruktureinrichtungen in der GCC-(Golf) Region, der bereits begonnen hat, noch weiter fortsetzen wird. Khatoun: „Der Boom bei den Infrastrukturausgaben könnte Aktienanlegern enorme Möglichkeiten bieten.“ Saudi-Arabien, Katar und Oman haben für 2014 bereits Rekordhaushalte vorgestellt.

4. Kredit-Ratings können mit den solidesten Bewertungen von westlichen Ländern mithalten

Dank des kräftigen Anstiegs der Ölpreise in den letzten zehn Jahren gehören die Golfstaaten inzwischen zu den reichsten Ländern der Welt. Mit den unverhofften Haushaltsüberschüssen konnten Öl exportierende Länder Schulden tilgen und hohe Devisenreserven aufbauen. Infolgedessen haben sich ihre Bonitätsbewertungen an die der stärksten Industrieländer
angeglichen. Die Devisenreserven machen in diesen Ländern mittlerweile über 150 Prozent des BIP aus. Damit verfügen die Staaten, für den Fall potenzieller Rückgänge der Ölpreise, über einen erheblichen finanziellen Polster.

5. Gesunde Banken

Gesunde, gut kapitalisierte Bankensysteme mit starker staatlicher Unterstützung und geringer Verschuldung haben über ein erhebliches Kredit- und Einlagenwachstum und tragen ebenfalls zur Widerstandsfähigkeit dieser Länder. „Viele Bereiche der MENA-Region bieten
eine einmalige Kombination aus attraktivem Wachstumsprofil,
wie es für Schwellenmärkte typisch ist, und Kredit-Ratings, die mit jenen der gesündesten Industriemärkte vergleichbar sind“, erläutert Khatoun.

6. Liquidität der Börsen steigen merklich

Die Templeton-Aktienmanager registrieren auch eine bemerkenswerte Verbesserung der Marktliquidität. Das erhöhe die Attraktivität von MENA-Aktien zusätzlich. So hat sich der Umsatz dieser Aktienmärkte 2013 (ohne Saudi-Arabien) mehr als verdoppelt. Die Liquidität der MENA-Märkte dürfte sich künftig noch weiter verbessern, da die Bekanntheit der Region als Ziel für Aktienanleger steigen dürfte.

7. Emirate und Katar wurden vom mächtigen MSCI als Börsen aufgewertet

MSCI hat entschieden den Status der VAE und Katars ab Ende Mai 2014 von Grenzmarkt auf Schwellenmarkt anzuheben. Die Märkte gewinnen damit zunehmend an Bedeutung. „Das ist ein wichtiger Schritt die MENA-Region zu einem einheitlichen, identifizierbaren Aktienanlageuniversums der Schwellenländer zu machen. Die potenzielle Öffnung des saudi-arabischen Aktienmarkts, des größten MENA-Aktienmarkts, für ausländische Direktinvestitionen dürfte für die Region ebenfalls einen riesigen Schritt nach vorne bedeuten.

8. Viele Börsengänge ein positives Zeichen

Die zunehmende Tiefe und Reife der MENA-Kapitalmärkte lässt sich auch an der gestiegenen Zahl der Börsengänge ablesen. Die erstklassigen Marktbedingungen der letzten Jahre führten zu einer Vielzahl von Neuemissionen in den Golfstaaten.

9. Steigendes Interesse an islamischen Finanzprodukten

Die MENA-Region könnte auch von einem höheren Interesse an islamischen Finanzprodukten profitieren. Die Nachfrage nach Sukuk (Anleihen, die islamischem Recht entsprechen) hat zum Beispiel in den letzten Jahren das Angebot weit übertroffen. Diese Nachfrage veranschaulicht das rasante Wachstum der islamischen Bankenbranche und das steigende Interesse an glaubwürdigen, schariakonformen, liquiden Wertpapieren mit attraktiven Risiko-Ertrags-Profilen.

10. Langfristige Stabilisierung der politischen Lage erwartet

Templeton in einer Analyse: „Wir gehen von einer gewissen Stabilisierung dergeopolitischen Situation aus. Der Bürgerkrieg in Syrien dauert zwar noch an, hat sich aber zumindest nicht ausgeweitet. In Ägypten folgte auf die Absetzung von Präsident Mohammed Mursi durch das Militär Anfang Juli letzten Jahres eine progressive Niederschlagung der Unruhen und die Stabilisierung der Wirtschaft - die zu einem starken Comeback ägyptischer Aktien führte. Sofern es tatsächlich auch umgesetzt wird, könnte das vor kurzem abgeschlossene Interimsabkommen zwischen dem Iran und dem Westen über das iranische Nuklearprogramm das Vertrauen in den Nahen Osten weiter erhöhen. Diese Faktoren standen hinter einer Neubewertung der Risikoaufschläge für Aktien aus der Region, was die Aktienmärkte ebenfalls stützte.“

11. MENA-Märkte nach wie vor mit hohem Potential

Selbst nach ihrer starken Vorjahresentwicklung bewegen sich die MENA-Märkte noch immer auf ihrem früheren Bewertungsniveau, was nach Einschätzung von Templeton auf weiteres Kurspotenzial hindeutet – vor allem angesichts des gebotenen starken Wachstumsprofils der Unternehmenserträge.

12. Höchste Dividendenrenditen der Welt

Die Dividendenrenditen gehören zu den höchsten der Welt, was gewissen Schutz in Abwärtsrichtung bietet. Hinzu kommt, dass die Ausschüttungsquoten noch Luft nach oben zeigen, da die Unternehmensbilanzen im historischen Vergleich nach wie vor hochliquide sind. Das verleiht den MENA-Aktienmärkten ein defensives Merkmal.

13. Dollar-Bindung reduziert Risiken

Außerdem scheinen Anleger zu realisieren, dass MENA-Währungen überwiegend an den US-Dollar gekoppelt sind, wodurch das Währungsrisiko möglicherweise gemindert wird. 2014 gab es bereits Wechselkursvolatilität in Schwellenländern, die zur Finanzierung ihrer Handelsdefizite auf Kapitalströme aus dem Ausland angewiesen sind. Diesbezüglich kommt dem MENA-Raum eine sehr geringe Anfälligkeit für externe Einflüsse zugute, weil er Doppelüberschüsse ausweist und die Währungen der
meisten Länder an den Dollar gekoppelt sind

Die Top-Fonds der MENA-Region:

Der Franklin MENA Fund (ISIN: LU0352132285) ist auf Einjahressicht aktuell der beste Aktienfonds der Kategorie Mittlerer Osten/Afrika. Die 1-Jahresperformance betrug 34,6 Prozent. Im Zeitraum von drei Jahren lag die Performance bei 63 Prozent. Vergleichbare Fonds von Baring und Schroder schafften rund 70 Prozent. Der Fonds hat Aktien aus Saudi-Arabien mit 29 Prozent übergewichtet. Nummer zwei im Investmentranking nehmen mit 17 Prozent die Emirate ein, Nummer drei Katar (14 Prozent) und Ägypten (13,5 Prozent).

Kaufspesen: 5,25 %
Jährliche Verwaltungsgebühr: 2 Prozent.
Mindestinvestment: 2.500 Euro
Fondsvolumen: 303 Millionen Euro

Der Schroder Frontier Markets (LU0562314046) hat mit 22,4 Prozent die Emiraten übergewichtet, gefolgt von Katar (19 Prozent), Kuwait /18,2 Prozent und Saudi Arabien(8,7 Prozent). Das Ergebnis: Innerhalb der vergangenen zwölf Monate erzielte der Fonds ein Plus von 27,3 Prozent, auf Sicht von drei Jahren waren es 76,8 Prozent. Fondsvolumen: 780 Millionen Euro. 5 Sterne Fonds. Günstigster Fonds.

Kaufspesen: 4 %
Jährliche Verwaltungsgebühr: 1,50 Prozent
Mindestinvestment: 1.000 Euro

Der Baring MENA Fund (ISIN: IE00B63QVC53) hat innerhalb der vergangenen zwölf Monate eine Performance von 23,1 Prozent erzielt. In den letzten drei Jahren machte er 72,1 Prozent. Aktuell investiert der Fonds 23 Prozent in Aktien der Arabischen Emiraten, 20 Prozent in Katar, je 15 Prozent in Kuwait und Saudi-Arabien. Mit einem Fondsvolumen von 10,5 Millionen Euro ist der Fonds jedoch noch sehr klein.

Jährliche Verwaltungsgebühr beträgt 1,5 Prozent.
Kaufspesen. 5 %
Mindestanlage: 3.500 Euro

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