Bloomberg is back

Michael Bloomberg, der Ex-Bürgermeister von New York, hat wieder das Ruder seiner Finanzdaten-Agentur übernommen, weil sie von allen Seiten unter Beschuss steht.

Bloomberg is back

ZURÜCK IM RING. Michael Bloomberg, hier als Bürgermeister von New York im Gespräch mit Louis Pastina, dem Boss der NYSE Euronext, am Trading-Floor der New York Stock Exchange, hat mit 73 wieder das Ruder der vom ihm 1981 gegründeten Finanzdaten-Agentur übernommen und krempelt sie von Grund auf um.

Sie nennen ihn "Gott", und seit Gott an den Ort seiner Schöpfung zurück gekehrt ist, bleibt bei Bloomberg kein Stein auf dem anderen. Er verstößt lang gediente Erzengel, zürnt allzu eifrigen Jüngern, die sich auf fremdes Terrain vorgewagt haben. Und er pocht wieder auf den Kern seiner Gebote, die nur aus drei Worten bestehen: Zahlen, Daten, Fakten.

Denn Michael Bloomberg, der Eigentümer des gleichnamigen Finanzinformationsdienstes (88 Prozent), sieht sein Lebenswerk in ernster Gefahr, weil es von allen Seiten von schnelleren, agileren und vor allem billigeren Startup-Konkurrenten angegriffen wird. Symphony und money.net sind zwei Newcomer, die wegen ihrer Buschtrommel-funktion viel dichter am Markt sein sollen als Bloomberg.

Also krempelt Bloomberg sein Imperium, das rund 8,5 Milliarden Dollar Umsatz abwirft, mit 73 noch einmal von Grund auf um. Seit Ende 2014 erst kaum sichtbar, seit einigen Monaten aber umso energischer hat Bloomberg wieder das Ruder übernommen.

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FACTS & FIGURES

König der Finanzdaten

Die 1981 gegründete Bloomberg Limited Partnership beschäftigt mehr als 15.000 Analysten, Journalisten und IT-Experten in 150 Büros in 73 Ländern. Mit den über den berühmten Bloomberg-Terminal flackernden Informationsdiensten, auf die sich etwa 325.000 Abonnent aus der Finanzwelt verlassen, sowie seinen Wirtschaftsmedien mit dem Magazin "Bloomberg Businessweek" (Auflage: 980.000) als Flaggschiff setzt die Gruppe etwa 8,5 Milliarden um.