Bayer-Tochter Covestro feiert ihr Debüt an der Börse

Bayer-Tochter Covestro feiert ihr Debüt an der Börse

Covestro-CEO Patrick Thomas und CFO Frank Lutz läuten das Börsendebüt der Bayer-Kunststofftochter ein.

Premiere für die Bayer-Tochter Covestro auf dem Frankfurter Parkett: Seit Dienstagmorgen können die Aktien der Kunststoff-Tochter gehandelt werden. Der Ausgabepreis hatte bei 24 Euro gelegen, eine halbe Stunde nach Börsenstart wurden bereits 3,5 Millionen Papiere gehandelt. Der Börsengang soll 1,5 Milliarden Euro in die Kasse spülen.

Der größte Börsengang seit Jahren in Deutschland ist geschafft: Die Aktie der Bayer -Kunststofftochter Covestro erschien am Dienstag erstmals mit 26 Euro auf der Kurstafel an der Frankfurter Börse. Der Ausgabepreis hatte bei 24 Euro gelegen. Eine halbe Stunde nach Börsenstart wurden bereits etwa 3,5 Millionen Papiere der Bayer -Tochter gehandelt. Das sind etwa so viel wie die Aktien der Dax -Werte K+S, E.ON, Deutsche Bank und RWE zusammengerechnet. Covestro bringt 62,5 Millionen Anteilsscheine auf den Markt, damit ist der Börsengang 1,5 Milliarden Euro schwer.

Eigentlich hätte die Emission 2,5 Milliarden Euro in die Kasse spülen sollen. Doch die Turbulenzen an der Börse und der Abgas-Skandal bei Volkswagen hatten Covestro einen Strich durch die Rechnung gemacht. Trotz mehrfachen Nachhakens waren Investoren nicht bereit gewesen, die Aktien zum ursprünglich angebotenen Preis von 26,50 bis 35,50 Euro zu zeichnen.

IPO soll Schulden tilgen

Der in Leverkusen ansässige Konzern fertigt mit gut 16.000 Mitarbeitern Vorprodukte für die Auto-, Möbel-, Haushaltsgeräte- und Bauindustrie. Covestro-Kunststoffe finden sich im Schaumstoff von Matratzen, Autositzen, aber auch in Blu-ray-Discs und dem Fußball-WM-Ball wieder. Mit dem Geld aus dem Börsengang will die Firma vor allem Schulden tilgen, die ihr der Mutterkonzern Bayer aufgebürdet hat.

Covestro kommt auf eine Marktkapitalisierung von 4,86 Milliarden Euro. Der Umsatz lag 2014 bei 11,8 Milliarden Euro. Mit einer operativen Umsatzrendite von fast 16 (Vorjahr: 9,4) Prozent im zweiten Quartal war Covestro zuletzt deutlich rentabler als noch vor einem Jahr. Analysten hatten aber gewarnt, dass dies nicht nachhaltig sein dürfte. Dafür sei das Geschäft zu zyklisch.

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