AT&S-Chef Gerstenmayer: "Extrem starkes Weihnachtsquartal"

AT&S-Chef Gerstenmayer: "Extrem starkes Weihnachtsquartal"

AT&S-Chef CEO Gerstenmayer profitiert vom Smartphone-Boom

Der Chef des steirischen Leiterplattenherstellers, CEO Andreas Gerstenmayer, sieht für sein Unternehmen "keine gravierenden Fremdwährungseffekte". Das Hedging funktioniere. Die Prognose wurde nachgebessert. Die Aktie legt kräftig zu.

Wien. Bei der börsenotierten AT&S freut man sich über die Montagabend veröffentlichten Neun-Monats-Zahlen. "Wir haben sehr gute neun Monate hinter uns", sagte CEO Andreas Gerstenmayer am Dienstag im Gespräch mit der APA. Das "extrem starke Weihnachtsquartal" habe Umsatz und Gewinn des steirischen Leiterplattenherstellers mit Werken in Österreich, China, Indien und Südkorea noch einmal steigern können.

Der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr 2014/15 wurde angehoben: Der Umsatz soll um 6 bis 7 Prozent auf 623 bis 633 Mio. (Vorjahr 589,9 Mio.) Euro steigen. Die EBITDA-Marge soll zwischen 23 und 24 Prozent (Vorjahr: 21,6 Prozent) und damit deutlich über dem Zielkorridor von 18 bis 20 Prozent liegen.

Das Unternehmen habe die Logistikprozesse noch einmal umgestellt, um den Output zu erhöhen. Dank vieler interner Maßnahmen sei die Produktionssteigerung gelungen. Der Produktmix habe auch gut gepasst. Der starke Bedarf an hochwertigen Anwendungen, insbesondere in der Mobilkommunikation bzw. bei mobilen Endgeräten, sei für AT&S ein Treiber gewesen.

Das laufende vierte Quartal soll laut dem CEO auf dem hohen Vorjahresniveau bleiben. Das letzte Quartal werde nicht schlecht, aber deutlich niedriger als das dritte Quartal ausfallen. Nach der Weihnachtssaison gehe die Nachfrage nach mobilen Endgeräten immer etwas zurück. Außerdem schlage sich die Werksschließung während des zwei Wochen dauernden chinesischen Neujahrs nieder.

Fremdwährungen im Griff

Aus Fremdwährungseffekten habe man "keine gravierenden Einflüsse", sagte Gerstenmayer. Im international aufgestellten Unternehmen gebe es ein gutes "natürliches Hedging". Die stärkste Wirkung der Währungsschwankungen zeige sich im Eigenkapital, im Umsatz weniger und im Ergebnis noch weniger. Frankenkredite habe AT&S keine.

Die Mitarbeiterzahl sei leicht rückläufig und der Umsatz gestiegen, dadurch habe sich insgesamt die Produktivität erhöht. In Österreich, wo rund 1.200 der insgesamt 8.000 Mitarbeiter beschäftigt sind, sei die Lage personell und an den Standorten stabil.

Die AT&S-Aktie notierte zu Mittag bei 11,45 Euro, um 5 Prozent höher als zu Börsenschluss am Montagabend.

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