Apple beantragt Actioncam-Patent: Sind die sonnigen Zeiten für GoPro vorbei?

Apple beantragt Actioncam-Patent: Sind die sonnigen Zeiten für GoPro vorbei?

Skifahrer mit GoPro: Wird er künftig ein Apfel-Logo auf dem Helm tragen?

Nach dem IPO im Juni hat die Aktie des Actionkamera-Herstellers GoPro wilde Sprünge hingelegt, doch nun sind Aktionäre nervös - denn auch Apple, das wertvollste Unternehmen der Welt, hat nun ein Patent für Action-Kameras beantragt. Kann der Riese dem Pionier das Wasser abgraben?

Action-Cams sind das Lieblingsspielzeug selbstverliebter Skateboarder, Surfer und Skifahrer. Mit den handlichen und äußerst robusten Kameras filmen sie ihre wildesten Stunts und teilen die Videos anschließend zuhauf auf Video-Plattformen wie YouTube. Den Startschuss für den Trend gab im Jahr 2002 das Unternehmen GoPro (ISIN: US38268T1034), das seit Juni vergangenen Jahres an der Börse ist und dort Erfolge feiert: Seit dem IPO hat der Wert der Aktie vom Ausgabepreis (24 Dollar) um 73 Prozent zugelegt.

Große Konzerne wie Sony oder Panasonic haben zwar inzwischen Konkurrenzprodukte veröffentlicht (unter diesem Link geht es zu einem aktuellen Vergleichstest von FORMAT); allein die Markenbekanntheit hat dem Surfer Nick Woodman, CEO von GoPro, aber bisher im Kampf gegen die Goliaths geholfen. Doch das könnte sich nun ändern.

Action-Cams von Apple?

Denn auch Apple (ISIN: US0378331005) hat nun ein Patent für eine Action-Cam erhalten, das unter diesem Link abrufbar ist. Kurz zusammengefasst geht es in dem Patent um ein Kamerasystem, das über ein zweites Gerät ferngesteuert werden kann. Das weckt den Verdacht, dass Apple an einem Konkurrenzprodukt zur GoPro arbeiten könnte – weshalb die Aktien des Börse-Neulings an nur einem Tag um 12 Prozent einbrachen.

Das ist ein weiterer herber Verlust für action-verliebte GoPro-Aktionäre, deren Papiere zwar im Sommer wilde Sprünge hinlegten und nach wie vor – wie bereits erwähnt – über dem Ausgabekurs liegen, seit Herbst aber bergab schlittern. Denn seit Oktober haben die Papiere an der New Yorker Börse ihren Wert mehr als halbiert und notieren nun bei 49,87 Dollar. Im besagten Monat war es um 13,8 Prozent bergab gegangen, nachdem ein Journalist berichtet hatte, dass Rennfahrer-Legende Michael Schumacher bei seinem Unfall eine GoPro getragen hatte – die Helmkamera wurde somit zum Mittelpunkt der Ermittlungen.

Apple und GoPro waren für Statements nicht erreichbar. Der Analyst Charlie Anderson bestätigte aber gegenüber Bloomberg, dass ein Einstieg Apples in das Actioncam-Business möglich sei. Fix ist allerdings nichts – denn Apple beantragt pro Jahr tausende Patente, und nur wenige davon werden letztenendes zu Produkten für den Massenmarkt. Laut Anderson ist es etwa auch möglich, dass Apple das Patent verwendet, damit Kunden die Kameras ihrer iPhones und iPads mit einem weiteren Gerät des gleichen Herstellers fernsteuern können.

„GoPro hat sich recht gut geschlagen, aber wir sprechen hier lediglich von vier Millionen verkauften Exemplaren und einer Milliarde Dollar Umsatz im vergangenen Jahr“, sagt Anderson: „Und Apple macht nichts, was nur einen Absatz im einstelligen Millionenbereich verspricht.“

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